Beobachter: Beobachter: Was hat sich für Sie verändert, seit Sie jung und berühmt sind?
Iouri Podladtchikov: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal an den Punkt komme, wo ich Menschen ignorieren muss, weil einfach zu viele gleichzeitig etwas von mir wollen. Der Promistatus bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Doch mit dieser komme ich ehrlich gesagt immer weniger klar. Termine einzuhalten fällt mir schwer, E-Mails zu beantworten ebenfalls.

Beobachter: Ist es mühsam, so jung – trotz Flausen im Kopf – schon so zielbestimmt sein zu müssen?
Iouri Podladtchikov: Persönlich überwiegt bei mir der Spass. Mühsam wird es erst, wenn du deine Ziele aus den Augen verlierst. Trotz Promistatus versuche ich, das Kind in mir zu bewahren und rauszulassen. Natürlich hat das Berühmtsein negative Folgen. Zum Beispiel finden es gewisse Leute selbstverständlich, dass sie von mir etwas bekommen.

Beobachter: Was raten Sie einem Zwölfjährigen, der wie Sie ein Weltklasse-Snowboarder werden will?
Iouri Podladtchikov: Ich finde, jeder soll das machen, wozu er Bock hat. Ob es nun Fussballspielen ist oder Snowboarden. Ich habe immer versucht, meine Lust zu sättigen, und hing ­früher stundenlang im Skateboardpark ab, weil ich nie genug bekam. Es war immer mein Traum und meine Leidenschaft, auf dem Brett zu stehen. Und heute verdiene ich auch noch Geld damit.

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