Die besten Privatkunden der Swisscom profitieren von einem Bonusangebot: Über die Internetplattform «extra online» können sie etwa kostenlos Kurzmitteilungen auf Handys verschicken und vergünstigte Konzerttickets kaufen. Auch Beobachter-Leser Urs Käser aus Holzhäusern ZG nutzte die Privilegien – doch eines Tages verwehrte ihm das Computersystem plötzlich den Zugang.

Der Grund: Er zählt nicht mehr zu den «treusten Privatkunden» der Swisscom. Als solche bezeichnet das Unternehmen nur jene zehn Prozent der Kundschaft, die die höchsten Festnetzrechnungen (deutlich über 100 Franken pro Monat) erhalten. Dagegen wäre nichts einzuwenden – würde die Swisscom die Betroffenen informieren, wenn sie aus dem Bonusprogramm fallen, weil andere mehr telefonieren als sie. Genau dies geschah aber nicht.

Swisscom verspricht Besserung

Swisscom verspricht auf ihrer Homepage, Anfragen «innert zwei Tagen» zu beantworten. Urs Käser wartete aber vergebens auf eine Erklärung, trotz zahlreichen Mails und Briefen an das Unternehmen. Heinrich Oppliger vom Swisscom-Kundenservice zeigt Verständnis für Käsers Frust. Und Mediensprecher Sepp Huber verspricht, den Kunden gegenüber «künftig transparenter zu kommunizieren», wie es um ihren Status im Bonusprogramm steht.

Darüber wäre nicht nur Urs Käser froh gewesen: Wie ihm erging es nämlich vielen anderen Swisscom-Kunden; die Telekomfirma selber spricht von 7000 Abonnenten, die seit Ende April nicht mehr als «treuste» Kunden gelten. Das ist immerhin fast ein Drittel aller, die das Bonusprogramm überhaupt nutzten.

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