Was ist besser zum Gamen: ein Computer mit Monitor oder eine TV-Spielkonsole? Diese Frage entzweit die Anhänger von Videospielen, seit Sony die erste Playstation präsentierte. Die einen schwören auf ihren hochgerüsteten PC als ultimative Funmaschine, die anderen verteidigen Playstation 2, Nintendo Gamecube oder Microsoft Xbox als beste, billigste und einfachste Spassmacher der Welt. Alle haben Recht und gute Argumente.

Für die Spielkonsole spricht vor allem der Anschaffungspreis: Manches Grundpaket ist schon für unter 300 Franken zu haben – für diese Summe gibts bei der Computervariante noch nicht einmal eine Grafikkarte, die bei aktuellen Spielen nicht ruckelt. Zudem hängt die Konsole am Fernsehgerät, während man für den PC einen Monitor benötigt und allenfalls Spielzubehör wie Gamepad, Joystick oder Lenkrad. 2000 Franken und mehr kommen da schnell einmal zusammen.

Zu viel Vielfalt kann Probleme bringen

Bei den Spielen holt der PC allerdings mächtig auf. Aktuelle Versionen für Playstation 2 oder Gamecube kosten fast immer über 80 Franken, neue Xbox-Titel sogar 100 Franken und mehr. Für PC-Spiele dagegen berappt man meist nur 50 bis 80 Franken. Zudem findet man in Computershops oft billige Sammelpakete älterer Titel, und viele Spiele lassen sich kostenlos vom Internet herunterladen.

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Die grosse Flexibilität ist ein weiterer Pluspunkt für den Spiel-PC. Er lässt sich einfach aufrüsten und dem aktuellen Stand der Technik anpassen. Die Auswahl dafür ist riesig und lässt keinen Wunsch offen. Selbst realistische Flugzeugcockpits mit mehreren Monitoren und Steuerständen lassen sich mit Komponenten aus dem Computershop zusammenstellen.

Anderseits ist es gerade diese Vielfalt, die das Spielen am PC manchmal zur Qual macht: Weil kaum ein Computer dem anderen gleicht, können Spieleentwickler ihre Codes nicht mit allen möglichen Hardwarekonfigurationen und Betriebssystemversionen testen. Vor allem bei billigen und exotischen Hardwarekomponenten sind oft aufwändige Einstellungsarbeiten nötig, bis ein Spiel stabil und mit ansprechender Grafik läuft – oder überhaupt startet.

Die Spielkonsolen dagegen basieren auf einem geschlossenen Konzept: Bis zum kleinsten Endwiderstand ist alles standardisiert und kaum aufrüstbar. Das ermöglicht eine perfekte Abstimmung der Spiele mit dem System. Abstürze oder ruckelnde Grafik kennen Konsoleros nicht: Sie packen ihre Spielkiste aus, schliessen sie am TV an, schalten sie ein – und spielen los.

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PC und Konsole unterscheiden sich aber nicht nur punkto Preis, Konzept und Handhabung, sondern auch bezüglich des Spielangebots. Action-Abenteuer, Sport- und Geschicklichkeitsspiele werden meist zuerst für Konsolen entwickelt und erst später – wenn überhaupt – auch PC-Nutzern angeboten. Für komplexe Strategie- und Rollenspiele sowie Simulationen hingegen braucht es in der Regel eine Tastatur oder andere spezielle Steuergeräte – solche Spiele sind deshalb die Domäne des ausbaubaren PC. Auch für netzwerkfähige Games, die via Internet oder an LAN-Partys gespielt werden können, ist der Computer die erste Wahl.

Konsole oder PC? Am besten fährt, wer seine Spielvorlieben zum wichtigsten Auswahlkriterium macht.

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