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WeihnachtenSo gibts eine schöne Bescherung

Was Kinderaugen glänzen lässt, bereitet Eltern oft mehr Stress als Freude: das Weihnachtsfest. Mit ein paar Tricks wird es aber ein besinnlicher Anlass.

Weihnachten spricht auf die eine oder andere Weise die emotionale Seite aller Beteiligten an. Kinder sehen mit ihrer blühenden Phantasie viel mehr darin als wir Grossen.
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Drehen Sie für einen Moment das Rad der Zeit zurück und lassen Sie die Weihnachtsfeiern Ihrer eigenen Kindheit Revue passieren: Welche Bilder, Gerüche und Klänge kehren zurück? Genau, es sind weniger die einzelnen Geschenke, die sich eingeprägt haben, sondern vielmehr das Drumherum wie Guetsli backen, den Christbaum schmücken oder gemeinsam Weihnachtslieder singen.

Wahrscheinlich haben Sie in den letzten Wochen und Tagen genau dieses Drumherum mit Ihren Kindern gepflegt. Trotzdem scheint heute, an Heiligabend, alles aus dem Ruder zu laufen: Die Kinder klauen heimlich die Schoggikugeln vom Weihnachtsbaum, drohen beim Rumtoben den ganzen Schmuck herunterzureissen und kreischen herum. Kein Wunder, liegen Ihre Nerven blank. Und doch: Kein Grund zur Aufregung – oder vielmehr: Bitte keine Aufregung, denn die würde alles nur verschlimmern. Setzen Sie lieber alle Kinder an den Tisch und lassen Sie sie die Tischkärtli beschriften, Servietten falten oder eine Zeichnung fürs Christkind machen. Beschäftigung heisst das Zauberwort.

Dass Kinder gerade an Weihnachten so wild sind und kaum gehorchen, hat mit der Vorfreude zu tun – sie löst positiven Stress aus. Dadurch werden, genau wie beim negativen Stress, Hormone ausgeschüttet. Quirlige, überdrehte Jungen und Mädchen sind also ganz normal. Wenn es Ihnen zu laut wird, klingeln Sie mit einem Glöckchen und sprechen Sie mit ganz leiser Stimme. Falls es die Zeit erlaubt, erzählen Sie eine Weihnachtsgeschichte. Das zieht Kinder in den Bann und beruhigt sie.

Die Päcklischwemme als Stressfaktor

Falls Sie an Weihnachten dennoch riskieren, auf «hundertachtzig» zu kommen, sollten Sie sich für einige Minuten auf den Balkon oder in ein ruhiges Zimmer zurückziehen:

  • Atmen Sie zehnmal tief ein und aus: ein Klassiker, der immer funktioniert.
  • Erinnern Sie sich: Welche Kosenamen gaben Sie Ihren Kindern, als diese noch ganz klein waren? Oder: Welches war das erste Wort, das Ihr Kind sprechen konnte? Gedanken solcher Art bringen Sie gefühlsmässig wieder auf den Boden: Auch wenn die Kinder gerade anstrengend sind, sind sie doch grundsätzlich eine Bereicherung, ein Geschenk, oder?

Ein weiterer Stressfaktor ist die Päckliflut, die Kinder förmlich überschwemmt und ein gemütliches Beisammensein verunmöglicht. Verteilen Sie deshalb die Geschenke für Ihr Kind auf die ganzen Festtage. Hat es Spielzeug darunter, soll es dieses zuerst bekommen und damit spielen dürfen. Da Kindern beim Geschenkeauspacken schnell warm wird, sollten sie entsprechend leicht angezogen sein. Sonst fangen sie rasch an zu quengeln. Nehmen Sie in Kauf, dass die normalen Schlafenszeiten ausnahmsweise nicht eingehalten werden.

Weihnachten spricht auf die eine oder andere Weise die emotionale Seite aller Beteiligten an. Kinder sehen mit ihrer blühenden Phantasie viel mehr darin als wir Grossen. Umso wichtiger ist es, dass der Zauber ums Christkind – mindestens noch eine Weile – erhalten bleibt. Erfreuen Sie sich an den glänzenden Augen Ihrer Kinder. Weihnachten ist ein Stück mystische Welt, das ihren Seelen guttut.

Veröffentlicht am 17. Dezember 2008