Thomas Fürbringer, Hausherr an der Zürcherstrasse in Uitikon ZH, muss in Sachen Weihnachtsbeleuchtung keine Konkurrenz fürchten. Seit zwölf Jahren ist der Bankdirektor vom Dekorationsfieber befallen; inzwischen verfügt er über einen Fundus von über 70 Lichtobjekten: vom aufblasbaren Schneemann bis zum neunspännigen Rentierschlitten. Höhepunkt all seiner Illuminationen im Garten und am Haus ist ein animiertes Bild, auf dem sich Samichläuse Pakete zuwerfen.

Wenn Fürbringer den Lichtschalter dreht, lassen sich vor seinem Anwesen jeweils Dutzende von staunenden Personen erleuchten. Um der Verkehrssicherheit Genüge zu tun, hat die vorweihnächtliche Pracht in diesem Fall ausdrücklich den Segen von Gemeindebehörde und Kantonspolizei. Nur einen Nachbarn scheint das Lichtspiel weniger zu erfreuen: Er erhob Einsprache – mit welchem Resultat, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Grundsätzlich kann jedermann sein Haus, seinen Balkon oder den Garten mit einer Weihnachtsbeleuchtung schmücken, ohne eine Bewilligung einholen zu müssen. Die Nachfrage nach dekorativen Lichterketten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. «Besonders beliebt sind leuchtende Silhouetten wie Rentiere, Züge oder Samichläuse», sagt Urs Grüter, Einkaufsleiter Deco bei Jumbo. Der Grossverteiler führt über 70 entsprechende Produkte.

Drinnen oder draussen?
Bei den Lichtobjekten wird zwischen zwei Typen unterschieden: Die einen werden mit einer niedrigen Spannung betrieben, die anderen am normalen Stromnetz angeschlossen. Bei der Niedervoltbeleuchtung braucht es einen Transformer, der die gewünschte Spannung liefert. «Laien sollten mit einem solchen System arbeiten, es ist völlig ungefährlich», rät Thomas Fürbringer. Die professionellere Variante sind Leuchten, die über das normale Stromnetz funktionieren – sie werden hauptsächlich bei Lichtsilhouetten und -schläuchen eingesetzt. Während Niedervoltbeleuchtungen schon ab 15 Franken erhältlich sind, sind die anderen Produkte etwas teurer: Sie müssen wegen der höheren Spannung besser isoliert und verschweisst sein – sind dafür aber dauerhafter.

Wie auch immer: Eine Beratung beim Fachmann lohnt sich. Wichtig ist die geplante Anwendung: Vor allem im Freien haben Lichter besonderen Anforderungen zu genügen; bezüglich Nässeschutz müssen sie die Normen des Schweizerischen Verbands für Elektro-, Energie- und Informationstechnik (SEV) oder einer ausländischen Prüfstelle erfüllen. Thomas Fürbringer empfiehlt zudem, bei Lichterketten mit 220 Volt als zusätzliche Sicherheit einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) einzubauen, der den Stromkreis bei Bedarf unverzüglich unterbricht.

Geringer Stromverbrauch
Die in Lichterketten eingesetzten Leuchtkörper – in der Regel schwache Glühbirnen, LED- oder Halogenleuchten – verbrauchen nur wenig Strom. Wer beispielsweise eine Lichterkette mit 100 Lampen am normalen Stromnetz betreibt und während zehn Stunden brennen lässt, zahlt dafür gut zehn Rappen. Und selbst wer in die Liga von Thomas Fürbringer aufsteigt, wird sich nicht ruinieren: Die Stromkosten für seine funkelnde Weihnachtsbescherung liegen bei etwa zwei Franken pro Tag.

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