Nach der Berner Firma Admobile (Beobachter Nr. 16) bietet jetzt auch ein Zuger Unternehmen mit Werbefolien überzogene «Gratisautos» an. Art Car führt einzig den Smart Pure im Angebot. Das Auto ist allerdings nicht wirklich gratis: Versicherung, Steuer und Unterhalt müssen die Fahrer selber berappen.

Noch teurer kann es werden, wenn das Kleingedruckte im Vertrag einfach telquel akzeptiert wird. Denn das Dokument enthält juristische Mängel. So behält sich Art Car unter anderem vor, die allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit abzuändern; solche Klauseln sind aber nicht zulässig. Überdies raten Fachleute, darauf zu bestehen, dass bei Rückgabe der Autos und in Bezug auf Nutzung, Schäden, Unterhalt und Service eine unabhängige Fachperson als Schiedsstelle eingesetzt wird.

Kritisch sind auch Dauer und Kündigung des Vertrags. Im Normalfall gilt das Vertragsverhältnis für vier Jahre. Art Car behält sich vor, diese Frist zu verkürzen. Ein Recht, das dem Fahrer nicht zusteht. Tut er es doch, verlangt die Firma eine Entschädigungszahlung von bis zu 500 Franken plus Spesen für Zusatzkilometer.

Anzeige

Der Geschäftsleiter von Art Car äussert sich vage zu den Verträgen: «Die allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechen der Norm und dienen unserem Schutz.» Es sei klar, dass man im Zweifelsfall «die Vernunft walten» lasse. Denn man wolle ein Vertrauensverhältnis zu den Kunden anstreben.