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GewinnversprechenErweiterung des Horizonts

Erweiterung des Horizonts
Bild: Getty Images

Der Horizont-Verlag hat Maria Burkhardt und Max Blattner mit Preisen geködert. «Gewonnen» haben die beiden eine Betreibungsandrohung, die dank dem Beobachter zurückgezogen wurde.

«Gewinnchance auf den 100'000-Franken-Traumpreis», «ein tolles Disney-Gratis-Testlese-Paket», «zwei garantierte Geschenke»: Diese Angebote verleiteten Maria Burkhardt und Max Blattner dazu, den Teilnahmetalon auszufüllen und an den Horizont-Verlag in St. Gallen zu schicken. Daraufhin erhielten die beiden tatsächlich Disney-Bücher – verbunden jedoch mit Rechnungen, Mahnungen und schliesslich einer Betreibungsandrohung von der österreichischen Accordinkasso GmbH.

Mehrfach schrieben Burkhardt und Blattner zurück, sie hätten nichts bestellt. Worauf ihnen der Horizont-Verlag mitteilte: «Gefällt Ihnen unser Angebot nicht, genügt es, wenn Sie innerhalb von zehn Tagen eine Absage schicken.» Auf der Bezahlung der ersten Lieferung aber beharrte er.

Burkhardt und Blattner wandten sich an den Beobachter; vor allem die Betreibungsandrohung hatte sie erschreckt. Für den Beobachter war klar: Diese Bücherlieferungen sind als unbestellte Zusendungen anzusehen und somit nicht zu bezahlen.

Die Antwort auf die Intervention des Beobachters kam in knappen Sätzen: Sowohl der Horizont-Verlag wie Accordinkasso meldeten, dass sie auf die Forderungen verzichten. Auch Max Blattner wird Verzicht üben: «Inskünftig fülle ich keine solchen Talons mehr aus.»

Veröffentlicht am 2000 M12 04