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TrojanerHinterhältiger Virus von der «Polizei»

Als Beobachter-Leser Paul Brugger seinen PC aufschaltet, erscheint eine bildschirm­füllende Meldung des «Cyber Crime Investigation Department», die das Gerät blockiert.

von Nicole Krättli

In dieser Meldung wird behauptet, Brugger habe sich verbotene pornographische Inhalte angesehen oder sie verbreitet – ein Verstoss gegen das Schweizer Strafgesetzbuch. Damit der Computer wieder genutzt werden könne, müsse Brugger online 100 Franken bezahlen. Die Nachricht ist mit Schweizer Kreuz und dem Logo der Koordina­tionsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) versehen und enthält Angaben zur IP-Adresse des Rechners.

Wie bei der angeblichen Meldung der Urheberrechtsgesellschaft Suisa (siehe Artikel zum Thema), die nach wie vor im Umlauf ist, handelt es sich auch hier um einen Betrugsversuch. Der Trojaner ist so aggressiv, dass er es schafft, private PCs zu sperren. Die Kobik warnt vor der neuen Schadsoftware: «Auf keinen Fall soll der Aufforderung zur Zahlung Folge geleistet werden.» Betroffene sollten mit einer Anti-Virus-CD den Computer analysieren, den Schädling entfernen und alle Passwörter erneuern.

Veröffentlicht am 2012 M07 27