Immer mehr Skiorte lassen mittlerweile die Schneekanonen donnern. Doch Kunstschnee ist nicht nur ökologisch bedenklich, er kann auch für Wintersportlerinnen und -sportler gefährlich werden. Denn Kunstschnee hat einen grösseren Wassergehalt als normaler Schnee, ist dichter und deshalb härter. Damit erhöht sich die Verletzungsgefahr.

«Ob Kunstschnee eisig wird, hängt ganz von der Präparation und der Pistenpflege ab», erläutert Hansueli Rhyner vom Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung. Würden die Pisten zu früh präpariert, vereise das Wasser an der Oberfläche.

Deshalb sollte frischer Kunstschnee ein bis drei Tage liegen gelassen werden. Bei akuter Schneenot missachten allerdings viele der Bergbahnbetreiber diese Sorgfaltsregel. Das Resultat sind vereiste und rutschige Pisten.

Oft unterschätzen auch die Fahrerinnen und Fahrer die Risiken von präparierten Pisten. Deshalb rät Monique Walter von der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung auch den geübten Skisportlern, ihre Fahrweise den Verhältnissen auf den Kunstschneepisten anzupassen: «Ist die Piste hart, dann sollte man entsprechend langsamer und vorsichtiger fahren.»

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