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KräutergartenDas Auge freut sich mit

Die beliebtesten Balkonpflanzen sind die Küchenkräuter. Doch zusammen in einem Topf vertragen sich nicht alle gleich gut. Bild: Thinkstock Kollektion

Sinnenfreude, hausgemacht: Mit Kräutern und Gemüse liefern Balkone und Terrassen kulinarische Highlights.

von Elisabeth Jacobaktualisiert am 2017 M03 15

Beim Angebot an Kräutern und Duftpflanzen für den Balkon und die Terrasse hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Inzwischen gibt es sogar speziell geeignete ­Gemüsesorten, zum Beispiel Tomaten, Auber­ginen oder Peperoni. Und die Auswahl wird ­jedes Jahr grösser. Hinzu kommen kletternde Arten wie Feuerbohnen, Mini-Melonen oder hängende Erdbeeren. Sie sind ideal, um die oberen Sphären eines Balkons zu begrünen.

Die beliebtesten Balkonpflanzen sind die Küchenkräuter. Doch zusammen in einem Topf vertragen sich nicht alle gleich gut. Manche hemmen das Wachstum der Nachbarn, wie ­etwa Petersilie und Wermut, andere brauchen Platz mit ihren Ausläufern wie Pfefferminze und Estragon. Grosse, mehrjährige wie Lavendel, Rosmarin, Salbei, Weinraute oder Heiligenkraut werden besser in Einzeltöpfe gepflanzt. Eigenbrötler sind Pfefferminze, Schnittlauch, Petersilie, Gewürzfenchel, Estragon und Wermut. Einjährige Kräuter wie Basilikum, Dill, Kerbel und Koriander wachsen auch besser in eigenen Töpfen. Mehrjährige wie Thymian, Oregano und Majoran passen hin­gegen gut zusammen.

Gross ist auch das Sortiment an Heil- und Duftpflanzen. Hübsch und wohlschmeckend ist die Goldmelisse, deren Blütenblätter frisch oder getrocknet in den Tee und in Salate passen. Der Schnittknoblauch ist winterhart und hat ­eine lange Blütezeit, die erst im August beginnt. Die Blätter werden wie Knoblauch verwendet. Mexikanische Duftnesseln sind tolle Balkon­blumen. Blätter wie Blüten können zum Würzen verwendet werden.

Ein exklusives Gewürz stellt Saf­ran dar. Die Aussicht, eigenen zu ziehen, ist verlockend. Die Knollen werden im Herbst in tiefe Töpfchen mit sandiger Erde gesteckt und bleiben im Winter draussen. Sie brauchen viel Sonne und wenig Wasser. Im Herbst stossen die Blüten hervor, ­deren Narben getrocknet werden.

Auf die Himmelsrichtung kommt es an

Balkone sind meist stark Sonne, Wind und ­Regen ausgesetzt. Entscheidend für die Wahl der Pflanzen ist daher die Ausrichtung. Sonnige Südbalkone eignen sich für mediterrane, tropische und sukkulente Pflanzen. Auf Balkonen mit West- oder Ostausrichtung fühlen sich viele Pflanzen wohl. Schattenreiche Nordbalkone können mit Purpurglöckchen, Farnen, Efeu und Gräsern bepflanzt werden. Auch ­einige Kräuter wie Beinwell, Estragon, Melisse, Oregano, Pfefferminze, Schnittlauch, Schnitt­knoblauch und als Spezialität der hübsche Sibirische Portulak fühlen sich hier wohl.

Balkonpflanzen brauchen regelmässig Wasser und Dünger. Wem die wöchentliche Flüssigdüngung mit der Giesskanne zu aufwendig ist, der verwendet einen Langzeitdünger, der von Frühling bis in den Spätsommer wirkt. Aber Vorsicht: Kräuter und Duftpflanzen brauchen wenig Dünger; sie sind genügsam.

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