Die wichtigsten Vorteile sind schnell aufgezählt. Im Gegensatz zu Ausländern – 800'000 leben zum Teil seit Jahrzehnten hier – können Sie als Schweizerin an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen und dürfen Ihre Unterschrift unter Referenden setzen. Sie können sich also an politischen Prozessen beteiligen – und sogar Bundesrätin werden, aber auch Richterin oder hohe Beamtin.

Für Ausländer, die nicht aus der EU stammen, gibt es trotz Niederlassungsbewilligung ein paar Fallstricke – auch wenn sie schon 20 Jahre in der Schweiz leben oder gar hier geboren wurden. Erstens: Wer sich in der Schweiz für einen Auslandsaufenthalt abmeldet, verliert grundsätzlich nach sechs Monaten seine Aufenthaltsbewilligung. Auf ein gut begründetes Gesuch hin kann diese Frist auf maximal zwei Jahre verlängert werden. Zweitens: Wer jahrelang Fürsorgegelder von der Sozialhilfe bezieht, kann sein Aufenthaltsrecht verlieren. Drittens: Wer eine ausländische Partnerin heiratet – die dank der Heirat eine Aufenthaltsbewilligung erhält –, riskiert schon bei einer Trennung, dass die Partnerin die Aufenthaltsbewilligung verliert.

Weniger Unterschiede gibt es für Ausländer aus der EU: Bei einem längeren Auslandsaufenthalt müssen sie einfach aufpassen, dass sie die Verlängerung des C-Ausweises nach fünf Jahren nicht verpassen. Wer jedoch dauernd von der Sozialhilfe abhängig ist und nur ein Aufenthaltsrecht für einen erwerbslosen Aufenthalt oder für eine selbstständige Erwerbstätigkeit besitzt, kann sein Aufenthaltsrecht verlieren. Auch bei einer Scheidung nach sehr kurzer Ehe kann die Partnerin aus der EU ihr Aufenthaltsrecht verlieren. Und generell droht EU- und Nicht-EU-Bürgern eine Ausweisung, wenn sie eine hohe Gefängnisstrafe absitzen mussten.

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