Alle wissen, dass Europa – und damit auch die Schweiz – mit der Bewältigung der Migrationsströme an Grenzen stösst. Doch von langfristig tragenden Lösungen, die auf eine deutliche Reduktion der Fluchtbewegungen nach Europa hin­wirken könnten, sind wir weit entfernt.

Die EU präsentiert sich zerstritten, unentschlossen und konzeptlos, was eine konsequentere Sicherung der Aussengrenzen betrifft.

Auch für eine enger gefasste und einheitliche Asylpolitik gibt es keinerlei absehbaren Konsens. Obergrenzen nur schon zu benennen wird tunlichst tabuisiert. Und tragfähige Ideen, um Menschen aus Kriegs- und Krisenregionen zerrütteter Länder vor Ort bessere Lebensperspektiven zu bieten, sind bestenfalls Zukunftsvisionen. Eine Trendwende aufs nächste Jahr erscheint also wenig realistisch.

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«An der Integration führt kein Weg vorbei. Wir müssen Perspektiven bieten.»

Andres Büchi, Chefredaktor

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Es wird deshalb kein Weg daran vorbei­führen, die Herausforderungen im eigenen Land so gut wie möglich zu bewältigen und sich zu lösen von unfruchtbaren ideologischen Debatten: Wir werden in den nächsten Jahren pragmatisch die Aufgabe haben, jährlich Zehntausende von Flüchtlingen in der Schweiz so gut wie möglich zu integrieren. Daran führt kein Weg vorbei.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns beim Beobachter entschieden, zu recherchieren, was jetzt nottut, um diese Aufgabe zu stemmen. In unserer Titelgeschichte «Sie wollen Arbeit, nicht Sozialhilfe» legen wir dar, wo Fehler passiert sind bei der Integration der hier lebenden Asylbewerber und was jetzt dringend nötig ist, um möglichst viele von ihnen aus der Sozialhilfe herauszuführen.

Natürlich ist das keine Einbahnstrasse: Es ist klar, dass die Integrationsbemühungen auch deutlicher und entschlossener als bisher von den hier Zuflucht suchenden Menschen eingefordert und durchgesetzt werden müssen. Hier wurde vieles versäumt, zu vieles, was nicht klappte, unter den Teppich gekehrt oder aus politischer Korrektheit schöngeredet.

Viele würden noch so gerne arbeiten

Aber es gibt viele unter den Migranten, die mehr als bereit sind, ihr Leben in der Schweiz selber zu erarbeiten und zu finanzieren, sich in den Dienst des Landes zu stellen. Diesen Menschen ist unsere Titelgeschichte gewidmet. Denn bei ihnen können wir ansetzen. Diesen Leistungs- und Integrationswilligen müssen wir Perspektiven bieten; sie können zu Vorbildern werden, indem sie unsere Werte teilen und mithelfen, die Aufgaben zu schultern.

Es ist zu hoffen, dass die nötigen Inves­titionen getätigt werden und nicht einem kurzsichtigen Spardenken geopfert werden. Das wird nicht billig, aber sicher günstiger, als eine immer grössere Zahl von Menschen der Sozialhilfe zu überlassen.

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Der neue Beobachter ist da!

Lesen Sie die vollständige Titelgeschichte «Sie wollen Arbeit, nicht Sozialhilfe – Was die Schweiz in der Flüchtlingspolitik systematisch falsch macht» in der aktuellen Beobachter-Ausgabe.

Weitere Themen des Hefts: Wintersport – «Alles fahrt Schii» war gestern. Schwerverkehr – Besuch am Gotthard. Gesetze – Das wird neu im Jahr 2016.

Der Beobachter 25/2015 erscheint am Freitag, 11. Dezember. Sie erhalten die Ausgabe am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.

Quelle: Manuel Rickenbacher

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