Wenn Sie fünf Jahre hier wohnen und seit drei Jahren mit einem Schweizer verheiratet sind, können Sie sich er­leich­tert einbürgern lassen. Ihr Gatte muss zum Zeitpunkt der Heirat die Schweizer Staatsangehörigkeit ­bereits besessen haben.

Die wichtigste Voraussetzung für die Einbürgerung ist, dass Sie eine intakte Ehe führen. Das müssen Sie auf einem Fragebogen bestätigen. Machen Sie falsche Angaben, kann Ihnen nach einer allfälli­gen Scheidung der Schweizer Pass entzogen werden. Vor allem in den Städten wird auch mit ­unangemeldeten Besuchen ­kontrolliert, ob Ehegatten tatsächlich ­zusammenleben. Ein weiteres Kriterium ist der finanzielle Leumund.

Sie können Ihr Einbürgerungsgesuch beim Bundesamt für Migration in Bern einreichen. Dieses entscheidet allein; ­Kanton und Gemeinde werden nur an­gehört. Ein Kantonswechsel während des Verfahrens verlängert die Einbürgerung erheblich.

Nach bisherigem Recht konnte das Bundesamt für Migration (BFM) eine Einbürgerung innerhalb von fünf Jahren nichtig erklären, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen worden ist. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese fünfjährige Frist teilweise zu kurz ist. Im Interesse einer konsequenten Missbrauchsbekämpfung wurde diese Frist ausgedehnt.

Ab 1. März 2011 kann die Einbürgerung innert zwei Jahren, nachdem das BFM vom rechtserheblichen Sachverhalt Kenntnis erhalten hat, spätestens aber innert acht Jahren nach dem Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nichtig erklärt werden. Nach jeder Untersuchungshandlung, die der eingebürgerten Person mitgeteilt wird, beginnt eine neue zweijährige Verjährungsfrist zu laufen. Die Fristen stehen während eines Beschwerdeverfahrens still. (EJPD)

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