1. Home
  2. Konsum
  3. Multimedia
  4. Internet-Cookies: Wie man sich von der Erinnerung befreit

Internet-CookiesWie man sich von der Erinnerung befreit

Sehr viele Websites arbeiten mit Cookies, um Surfer zu identifizieren. Es gibt gute Gründe, diese «Andenken» ab und an zu löschen. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

aktualisiert am 16. Juni 2014

Die junge Dame zeigt es: Analoge Cookies zu «löschen» ist genussreich. Das ist leider bei den digitalen Namensvettern nicht so. Daher zeigen wir Ihnen in diesem Artikel die Einstellungen für die regelmässige, vollautomatische Löschung.

Anzeige

Cookies sind harmlos erscheinende Minitexte, die der Browser speichert. Damit können etwa virtuelle Warenkörbe so ausgelegt werden, dass die Inhalte nicht wieder verschwinden, wenn man noch ein bisschen stöbern will. Cookies haben also durchaus ihre gute Seiten, wir sollten nicht gänzlich auf sie verzichten.

Der Sinn von Cookies ist es, den Surfer eindeutig wiederzuerkennen – auch wenn in den wenigsten Fällen sein richtiger Name gespeichert wird. So setzt etwa die Suchmaschine Google Cookies mit einer einmaligen Zeichenfolge ab. Über diese kryptischen Lettern bestimmt Google die eindeutige Identität des Users. Fortan wird auf den Googleservern fast alles gespeichert, was der User unternimmt: Was er sucht, was er in Gmail oder in Google-Docs schreibt und welche Interessen er im sozialen Netzwerk Google+ teilt.

Haben Sie bereits das Google-Cookie «gefischt», dann weiss Google auch, dass Sie diesen Artikel lesen. Dazu müssen Sie vorher nicht mal nach Beobachter gegoogelt haben. Denn wie so viele andere Webseiten benutzt der Beobachter «Google Analytics», um Internet-Statistiken zu erstellen. Für die Betreiber der Websites zählt Google die Zugriffe – und ergänzt die Identitätsprofile seiner Nutzer. Dieses Wissen ist für Google sehr wertvoll. Daher stellt der Konzern Google Analytics gratis zur Verfügung und baut es gar immer weiter aus; es gibt keine bessere Software für Website-Statistiken, daher ist die Verbreitung gross.

Je länger man mit der Google-Identität surft, desto eher erkennt die Suchmaschine, was einen wirklich interessiert. Wenn Sie etwa nach «Polo» suchen, so wird Google Treffer zu Polo Hofer anzeigen, wenn Sie Fan des Sängers sind, zum Mannschaftsspiel, falls Sie Pferdesport mögen oder zum gleichnamigen Auto, sofern Sie oft nach Autothemen googeln. Sowohl die Suchresultate als auch die Werbeeinblendungen werden zusehends auf Ihr Identitätsprofil gemünzt.

Aber nicht nur Google sammelt Daten, auch viele andere Websites beobachten die Surfenden mittels Cookies, so ist Facebook ähnlich gewieft wie Google und ebenso in der Lage, das Surfverhalten zu ermitteln. In beiden Fällen geht es darum, Konsumentenprofile zu erstellen, um gezielt werben zu können.

Wem es nicht passt, dass seine Daten gesammelt werden, oder wer etwa bei Google unverfälschte Suchergebnisse angezeigt haben will, löscht seine Cookies regelmässig. Und das geht am einfachsten wie nachfolgend beschrieben.

Löschen der Browserdaten per Tastaturbefehl

Um spontan die Cookies loszuwerden, gibt es einen Tastaurbefehl, der bei fast allen Browsern funktioniert (bei Safari funktioniert der Befehl nicht):

  • Windows: Halten Sie die beiden Tasten «Shift» (um Grossbuchstaben zu tippen) sowie «Ctrl» gedrückt und wählen Sie «Delete» an.
  • Apple: Halten Sie die beiden Tasten «Shift» (um Grossbuchstaben zu tippen) sowie «Cmd» gedrückt und wählen Sie die «Entfernen»-Taste an (der Pfeil nach Links über der Enter-Taste).


Im nun erscheinenden Dialogfenster können Sie auswählen, was Sie alles löschen möchten.

Wie Sie den Browser so einstellen können, dass die Cookies regelmässig gelöscht werden.

Der Firefox machts komfortabel

Im empfehlenswerten Open-Source-Browser Firefox ist das automatische Löschen der Cookies etwas versteckt. So geht es:

  • Wählen Sie das Menü «Einstellungen». Bei Windows finden Sie das unter «Extras», bei Mac im «Firefox»-Menü.
  • Klicken Sie nun auf den Reiter «Datenschutz».
  • Unter «Chronik» gibt es ein Pull-Down-Menü. Wählen Sie darin den Eintrag «Nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen» an.
  • Nun können Sie bei «Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird» ein Häkchen setzen. Auf den nebenstehenenden Button «Einstellungen» können Sie klicken, wenn Sie besondere Wünsche haben; die Standardeinstellungen sind jedoch bereits sehr zweckdienlich.

In einem Aufwasch: Internet-Explorer 7, 8 & 9

Das Vorgehen beim Microsoft-Browser ist nicht wirklich intuitiv. Gestandene Windowsbenutzer werden sich aber längst daran gewöhnt haben:

  • Gehen Sie im «Extras»-Menü auf den Eintrag «Internetoptionen».
  • Im Pop-up-Fenster muss der Reiter «Allgemein» geöffnet sein.
  • Wählen Sie unter «Browserverlauf» den Button «Einstellungen». Wichtig ist vor allem der erste Punkt «bevorzugte Websites beibehalten». Haben sie nämlich etwa Google als Lesezeichen/Favoriten gesetzt, werden die Google-Cookies nicht gelöscht. Nehmen Sie also dieses Häkchen weg.
  • Nun können Sie den Button «Löschen» betätigen, daraufhin wird das Einstellungsfenster wieder geschlossen.
  • Im Fenster der Internet-Optionen können Sie nun ein Häkchen bei «Browserverlauf beim Beenden löschen» setzen.
  • Klicken Sie nun unten am Fenster auf «Übernehmen» – und danach auf «OK».

Internet-Explorer 10: Stolperstein noch vorhanden

Der Vorgang wurde gegenüber den bisherigen Programmversionen leicht verändert:

  • Gehen Sie im «Extras»-Menü (Zahnradsymbol) auf den Eintrag «Internetoptionen» (allenfalls muss erst die Bedienleiste aktiviert werden, indem man mit der Maus in die rechte obere Ecke des Internetexplorers fährt).
  • Im Pop-up-Fenster muss der Reiter «Allgemein» geöffnet sein.
  • Aktivieren Sie im Dialogfeld «Browserverlauf» das Kontrollkästchen «Browserverlauf beim Beenden löschen».
  • Gehen Sie auf «Einstellungen». Wichtig ist beim erscheinenden Dialog vor allem der Punkt «bevorzugte Websites beibehalten». Haben sie nämlich etwa Google als Lesezeichen/Favoriten gesetzt, werden diese Cookies nicht gelöscht. Da sollte also kein Häkchen stehen. Setzen Sie dagegen bei «Temporäre Internet- und Websitedateien» sowie bei «Cookies und Websitedaten» je ein Häkchen.
  • Klicken Sie auf Löschen und anschließend auf OK.

Internet-Explorer 10 unter Windows 8

Der Dialog wurde vereinfacht, allerdings sind auch einige Optionen verschwunden:

  • Starten Sie den Internet Explorer.
  • Aktivieren Sie rechts oben im Browserfenster die Bedienleiste.
  • Wählen Sie «Einstellungen» (Zahnradsymbol).
  • Wählen Sie «Internetoptionen».
  • Jetzt können Sie den Webseitenverlauf und die Cookies löschen.

Internet-Explorer 11 für Touch-Screen- sowie Maus-Bedienung

Erstmals muss der Zugang zu den Einstellungen sichtbar gemacht werden:

  • Bei Touch-Screen-Bedienung: Machen Sie am rechten Bildrand eine Streifbewegung
  • Bei Maus-Bedienung:Fahren Sie mit der Maus an den unteren Bildrand und ziehen Sie den Cursor nach oben.


So erreichen Sie das Menü «Einstellungen. Die weitere Bedienung ist nun bei beiden Arten identisch:

  • Gehen Sie zuerst auf «Optionen» und darauf unter Verlauf auf «Auswählen».
  • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen «Cookies» und betätigen Sie die Schaltfläche «Löschen».

Safari überlisten

Der Standardbrowser von Apple kennt keine automatische Löschung der Cookies. Disziplinierte können regelmässig im Safarimenü den Eintrag «Safari zurücksetzen...» anwählen. Daraufhin lässt sich auswählen, was alles gelöscht werden soll.

Wem das zu umständlich ist, kann einen Trick anwenden, womit künftige eingefangene Cookies beim Beenden des Browsers gelöscht werden. Erhalten bleiben nur jene Cookies, die bereits gesetzt sind:

  • Löschen Sie wie oben beschrieben die Cookies.
  • Falls Sie von bestimmten Websites Cookies behalten möchten, damit Sie etwa die Sprache nicht jedesmal umschalten müssen, rufen Sie diese Seiten jetzt auf und nehmen Sie die entsprechenden Einstellung vor.
  • Wählen Sie nun im Finder das Home-Verzeichnis und da den Ordner «Library».
  • In der Library finden Sie einen Ordner Namens «Cookie». Markieren Sie ihn und drücken Sie die Befehlstaste (Apfeltaste) und die Taste «i». Setzen Sie im nun erscheinenden Pop-up-Fenster unter «Allgemeines» ein Häkchen bei «Geschützt».

Google Chrome - glänzt durch Bedienungsfreundlichkeit

Mit Google-Chrome erreicht man wie folgt den Löschen-Dialog:

  • Klicken Sie oben rechts auf das Listensymbol, wählen Sie den Eintrag «Einstellungen».
  • Klicken Sie ganz unten auf «Erweiterte Einstellungen anzeigen…».
  • Klicken Sie auf «Browserdaten löschen…».
  • Wählen Sie im Pull-down-Menü «Gesamter Zeitraum» aus. Setzen Sie überall ein Häkchen ausser bei «Gespeicherte Passwörter», «Gespeicherte Auto-Fill-Formulardaten» und «Inhaltslizenzen».
  • Klicken Sie auf den Button «Browserdaten löschen», jetzt verschwindet das Pop-up-Fenster.
  • Klicken Sie unter «Datenschutz» auf «Inhaltseinstellungen».
  • Wählen Sie unter Cookies «Lokale Daten nach Schliessen des Browsers löschen».

Sie können den Browser nun wie gewohnt nutzen, die Einstellungen belieben erhalten.