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ElektromobilDer gelbe Blitz

Ohne Abgastechnik unterwegs: Erfinder Martin Kyburz mit seinem Elektrodreirad.

Martin Kyburz hat das Elektromobil der Schweizerischen Post entwickelt. Bis 2016 sollen alle motorisierten Postmotorräder durch die leisen Maschinen ersetzt werden.

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Die Elektrofahrzeuge der Schweizerischen Post biegen fast lautlos um die Ecke, Liebesbriefe und Rechnungen in der Gepäckkiste. Ihr offizieller Name lautet Kyburz DXP, nach ihrem Erfinder und dessen Firma Kyburz AG in Freien­stein ZH.

Schon vor 20 Jahren entwarf Martin Kyburz in seiner Freizeit Elektrofahrzeuge. Zuerst tüftelte der Elektro­ingenieur an einem Rennfahrzeug. Später entwickelte er ein Seniorenfahrzeug und machte sich selbständig.

Die Idee eines Elektromobils für die Postzustellung hat er lange Jahre in ­seinem Kopf gewälzt. Es sollte sich für den Stop-and-go-Betrieb eignen und umweltfreundlich sein. 2009 wurden die ersten Fahrzeuge getestet.

Kaum hörbar und geruchslos

Heute stehen über 4000 der dreirädrigen DXP bei der Schweizerischen Post im Einsatz – sie sind in bergigem Gelände ebenso beliebt wie in den Städten. Bis 2016 sollen alle herkömmlichen Postmotorräder durch diese leisen Maschinen ersetzt werden. Kyburz beliefert aber nicht nur das Inland, auch in Neuseeland, Norwegen und weiteren Ländern rauschen Briefträger auf den Dreirädern aus dem Zürcher Unterland durch die Strassen.

Das Elektromobil stösst keine Abgase aus. «Ein altes Töffli ist dagegen so schädlich wie 40 Autos», sagt Kyburz. Die DXP kann an jeder Steckdose aufgeladen werden, ist einfach zu manövrieren und sicherer als das Töffli. Selbst auf dem Eis kommen die Dreiräder nur ins Schlittern und kippen nicht um, wie ein Rennen in der Eishalle gezeigt hat.

Veröffentlicht am 2014 M09 09