Daran erkennen Sie seriöse Naturheilpraktiker

Wenn Sie die Mehrheit der folgenden Fragen mit Ja beantworten können, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie gut betreut sind.

Ist die Therapeutin Mitglied in einem Fach- oder Berufsverband? Dies gewährleistet in aller Regel eine Grundausbildung in der jeweiligen Methode und in vielen Fällen auch eine stete Weiterbildung.



Ist sie auf der Therapeutenliste Ihrer Krankenkasse? Oder einer anderen Krankenkasse?



Hat sie eine feste Praxisadresse und verbindliche Therapiezeiten?



Erkundigt sie sich detailliert nach Ihren Beschwerden?



Will sie wissen, ob bereits andere Abklärungen stattgefunden haben?



Interessiert sie auch Ihr persönliches Umfeld, Ihre Arbeit, Ihre Lebensumstände?



Fragt sie nach Behandlungen, die bisher stattgefunden haben?



Erklärt sie Ihnen die vorgesehene Behandlung detailliert?



Erklärt sie Ihnen die zu erwartenden Reaktionen? Erhalten Sie Auskunft über die erwünschten wie die unerwünschten Wirkungen?



Legt sie mit Ihnen zusammen die Behandlungsziele und einen Behandlungsplan fest?



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Kann sie angeben, wie viele Sitzungen (minimal/maximal) nötig sein werden, um die Ziele zu erreichen?



Ist das erste (Informations-)Gespräch kostenlos?



Klärt sie über die Kosten der Behandlungen auf und kann sie sagen, ob ihre Methode über die Krankenkasse abgerechnet werden kann? Fragen Sie zuvor beim entsprechenden Berufsverband nach dem Richtpreis für eine Sitzung. Hellhörig sollten Sie werden, wenn die Therapeutin mehr als 120 Franken pro Stunde bei Homöopathen mehr als 150 Franken verlangt oder Vorauszahlungen will.



Während der Behandlung: Spricht sie mit Ihnen darüber, falls sie den Behandlungsplan zu ändern gedenkt? Will sie Ihr Einverständnis?

Überlegen Sie sich grundsätzlich

Ist Ihnen die Therapeutin oder der Therapeut sympathisch?



Hört die Fachkraft aufmerksam zu?



Fühlen Sie sich ernst genommen?



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Geht die Person auf Ihre Fragen ein?



Fühlen Sie sich wirklich wohl in ihrer Umgebung?

Bedenken Sie

Das erste Treffen dient der gegenseitigen Tuchfühlung und umfasst in aller Regel keine Behandlung (ausser beim Homöopathen). Machen Sie während des Erstgesprächs keine Zusage, überschlafen Sie den Entscheid.



Gehen Sie gegebenenfalls zu einem zweiten Therapeuten und vergleichen Sie. Das Erstgespräch sollte in aller Regel kostenlos sein.

Hier ist Vorsicht geboten

Der Therapeut hat kaum Zeit für ein ausführliches Gespräch und rät schnell zu einer langwierigen und teuren Behandlung.



Er drängt darauf, die Therapie sofort zu beginnen.



Er verspricht Heilung ohne Risiken oder Nebenwirkungen.



Er setzt Sie unter Druck, indem er negative Entwicklungen in Aussicht stellt, falls Sie seine Behandlung ablehnen.



Er nimmt Handlungen vor ohne Ihr Einverständnis und ohne ausreichende Erklärungen.



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Er geht nicht auf Sie ein, falls Sie mehr Informationen zu seiner Methode wünschen.



Er lehnt die Schulmedizin grundsätzlich ab und empfindet seine Methode als die einzig Richtige.



Er verlangt von Ihnen, alles andere auch Medikamente abzusetzen.



Er reagiert ungehalten auf Fragen und Einwände.



Er verlangt Barzahlung, will aber keine Quittung dafür ausstellen.

Grundsätzliche Überlegungen

Die Therapie sollte stets auf Freiwilligkeit beruhen. Lassen Sie sich zu nichts zwingen, hüten Sie sich vor Abhängigkeiten. Ein Rückzug muss jederzeit möglich sein.



Falls Sie unsicher werden: Wenden Sie sich an die entsprechende Berufsorganisation oder eine Patientenorganisation.