Bauernfängerei im wahrsten Sinne des Wortes betreibt die Basler Firma Partnerhilf S.H.D. Bei Daniel Hunziker, 31 und Bauer im Nebenamt, klingelte das Telefon spät am Abend. Ob er eine Frau suche, fragte ein gewisser Herr Schlup, denn da könne er ihm behilflich sein. Hunziker solle am folgenden Sonntag um 21 Uhr nach Basel kommen, dort warte ein Taxi auf ihn, es sei gratis.

«Er tönte wie ein Viehhändler», erinnert sich Hunziker an das seltsame Gespräch. «Als mir Schlup weder eine Telefonnummer noch eine Adresse angeben wollte, wurde ich misstrauisch.» Hunziker ging nicht zum Treffen. Die saftige Rechnung für den «verpassten Beratungstermin» kam Wochen später: 900 Franken sollte der Jungbauer für Umtriebe und Zeitaufwand bezahlen.

Gar 1300 Franken verrechnete Partnerhilf-Inhaber Hans-Peter Schlup dem Bauernsohn Urs Erb. «Die von Ihnen getroffene Terminvereinbarung erfolgte an einem Lauttelefon und kann daher bezeugt werden», stand im Brief. Doch Partnerhilf biss bei den Bauern auf Granit sie bezahlen nicht. Und Schlup hat jetzt eingesehen, dass ein verwirrendes Telefongespräch rechtlich wenig Beweiskraft hat: «Wir müssen da nochmals über die Bücher.»

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