«Ich sorgte in den neunziger Jahren dafür, dass der Fall des Primarlehrers und Kunstturntrainers Köbi F. an die Öffentlichkeit kam, der Kinder sexuell ausbeutete. Dadurch bin ich zur Ansprechperson für diese Thematik geworden. Dank dem Gewinn des Prix Courage konnte ich ein Buch über den Fall verfassen. Und wurde eingeladen, in einer Arbeitsgruppe des Bundesamts für Sport mitzutun, die eine Präventionskampagne gegen sexuelle Gewalt im Sport erarbeitete.

Ganz allgemein geht man heute mit dem Thema sensibler um. Die Behörden etwa reagieren oft, ohne dass zuerst die Medien einen Fall aufgreifen müssen.

Wenn ich angefragt werde, nehme ich immer noch an Podiumsdiskussionen zum Thema teil. Der Gewinn des Prix Courage bedeutet eben auch, dass man Verantwortung übernimmt und sich zur Verfügung stellt, wenn man gebraucht wird.»