Senat Iseni zerrte einen Betrunkenen von den Gleisen

An einem Dezembernachmittag steht Senat Iseni am Perron im Zürcher Bahnhof Stadelhofen. Der Geschäftsführer der dortigen «Brezelkönig»-­Filiale bespricht Geschäftliches. ­Plötzlich hört er, wie Sicherheitsleute auf dem Perron gegenüber «Helft ihm, helft ihm!» rufen und einem Mann hinterherrennen. Der Mann ist betrunken. Er torkelt übers Perron und stürzt kopfüber auf die Gleise. Iseni sieht den einfahrenden Zug. Er rennt los, springt in das knapp ­einen halben Meter tiefe Gleisbett, packt den Betrunkenen und zerrt ihn in letzter Sekunde auf das ­sichere Perron zurück. Iseni arbeitet seit sieben Jahren am Bahnhof Stadelhofen und weiss, dass viele die Geschwindigkeit der ein­fahrenden Züge unterschätzen. «Als ich sah, wie der Mann ins Gleisbett stürzte, war mir sofort klar: Wenn ich nicht sofort reagiere, ist es zu spät.» Er habe schon zweimal mit ­ansehen müssen, wie ein Mensch überfahren wurde. Das habe er nicht noch einmal erleben wollen. «Als die Gefahr vorüber war, wurde mir bewusst, dass ich wie unter Schock stand. Ich habe den Mann ­gefragt: ‹Was machst du nur für ­Sachen?›» Der Betrunkene hat sich nicht einmal für die Hilfe bedankt. «Im Gegenteil. Er beschimpfte mich, warum ich ihn nicht in Ruhe lasse.» Iseni hat von dem Mann nie mehr gehört. «Das macht mir nichts aus: Ich würde wieder so handeln. Ich helfe gern, wenn ich kann.» 

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