Bianca Koller half freiwillig Ebola- und Erdbebenopfern

Gleich zweimal in diesem Jahr reiste die Pflegefachfrau Bianca Koller als freiwillige Helferin für das Schweize­rische Rote Kreuz (SRK) in Krisen­gebiete, die die wenigsten von uns freiwillig betreten würden.

Im Januar arbeitete sie einen Monat lang im afrikanischen Sierra Leone, wo die höchst ansteckende Seuche Ebola wütete. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden 13'683 Erkrankte und 3953 Tote gezählt.

«Als Pflegefachperson kann man ­vermutlich besser mit solchen Situa­tionen umgehen», sagt Bianca Koller. Dass aber doch auch etwas mehr ­dazugehört, sich solchen Gefahren auszusetzen, wurde ihr klar, als sie von Sierra Leone heimkam: Manche Bekannte mieden sie. «Nicht einmal die Hand reichen mochten mir einige: aus Angst, sich anzustecken.»

Im Sommer flog sie, wieder als SRK-Freiwillige, nach Nepal. Dort hatten kurz zuvor schlimmste Erdbeben ­weite Teile des Landes verwüstet und sogar die Hauptstadt Kathmandu um anderthalb Meter versetzt: Über 8800 Menschen wurden getötet, 22 300 teils schwerst verletzt. Acht Millionen Menschen sind betroffen.

«Nepal brauchte schon mehr Mut als Sierra Leone», sagt Bianca Koller. «Denn anders als bei Ebola, wo ich selber meine Sicherheit beeinflussen konnte, ist man einer Naturgewalt gänzlich ausgeliefert.»

Während ihres Aufenthalts gab es oft Nachbeben. «Nicht alle waren stark spürbar», sagt die 30-Jährige aus Dietschwil SG. «Aber wenn der Fels knirschte und knackte, wurde mirjeweils doch sehr mulmig. Dann ­erwischt man sich schon bei dem ­Gedanken: ‹Was wäre, wenn?›» ­

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