21_01_prix97.jpg 1997: Jahrelang mussten Hanspeter Heise, Ex-Leiter der Zürcher Kläranlagenbetriebe, und seine damalige Assistentin, die Polizistin Angela Ohno, untendurch. Sie hatten in der Verwaltung einen Bestechungsskandal, die so genannte Zürcher Klärschlammaffäre, aufgedeckt – und dafür nur Schimpf und Schande geerntet. Beide verloren daraufhin ihren Job.

21_01_prix98.jpg 1998: Die ehemalige Schulpflegerin und Mutter Ruth Ramstein aus Möriken AG wehrte sich über Jahre gegen die sexuelle Belästigung von Schulkindern und das Schweigen im Dorf. Hartnäckig machte sie auf das seltsame Verhalten des allseits beliebten Lehrers Köbi F. aufmerksam und forderte das Eingreifen der Behörden – auch dann noch, als sie im Dorf als «Hexe» beschimpft wurde.

21_01_prix99.jpg 1999: Der Tessiner Garagist Diego Barberis rettete zwei Kinder aus einem brennenden Auto – und riskierte dabei sein Leben. Statt wie andere Autofahrer weiterzufahren oder sich als Zuschauer an den Strassenrand zu stellen, hielt Barberis an, als er auf der A2 das in Flammen stehende Auto erblickte, und machte sich an die Rettung der eingeschlossenen Kinder.

21_01_prix00.jpg 2000: Der Luzerner Theologieprofessor Herbert Haag war zeitlebens ein unermüdlicher Kämpfer gegen falsche Dogmen und für die Freiheit des Denkens. Er setzte sich für mehr Toleranz und Menschlichkeit ein – auch in der Kirche. Mit seinem kritischen Bibelverständnis zog Haag wiederholt den Zorn des Vatikans auf sich. Er verstarb 2001.
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