Geschätzte Damen und Herren,

«Spiez steht für Kraft, Energie, Inspiration.» Die Stadt, so verspricht die Homepage, sei ein «Kraftort am Wasser», der Ort mit der «schönsten Bucht Europas», erkämpft durch eine Handvoll Einwohner der Stadt vor über einem Vierteljahrhundert. Wo so viel Kraft im Spiel ist, hofft man, auch viel Mut zu finden.

Das Projekt Zivilcourage steht als Beweis dafür. Ich freue mich, als Chefredaktor des Beobachters für dieses wichtige Anliegen mit Ihnen kämpfen zu dürfen.

Ich möchte Ihnen kurz vorstellen,

  • was wir unter Zivilcourage verstehen
  • warum wir den «Prix Courage» ins Leben gerufen haben,
  • warum die Schweiz mehr Leute mit Zivilcourage braucht,
  • was dazu nötig ist.
  • Und was die Worte Angst, Toleranz und Bequemlichkeit damit zu tun haben


Was ist Zivilcourage? Weil im alten Rom alles ein bisschen eindrücklicher war, die Helden so blutrünstig und edel und die Versager so grandios in ihrem Scheitern, beginnen wir bei Marcus Tullius Cicero. Im Streit um die Nachfolge von Julius Cäsar schleuderte Cicero dem verschlagenen Marcus Antonius im Senat entgegen: Du bist ein kleiner Trinker und ein grosser Tyrann.

Der Satz war zweifellos mutig. Zu mutig. Cicero musste fliehen, seine Zivilcourage bezahlte er am Ende mit seinem Leben. Aber noch heute steht Ciceros Mut symbolisch für Zivilcourage. In seinem «Mahnbrief über das pflichtgemässe Handeln» gibt er uns eine Anleitung dafür.

Pflichtgemässes, zivilcouragiertes Handeln erfordert laut Cicero vier Tugenden:

  • Die erste Tugend ist die Weisheit: Sie klärt auf über das gute und glückliche Leben und das, was es wirklich dazu braucht - und das ist weniger, als wir meinen. Denken Sie nur an einen glücklichen Moment in Ihrem Leben und daran, dass Sie dieses Glück auch gekannt haben, bevor es das iPhone gab.

  • Die zweite Tugend ist das Streben nach Gerechtigkeit: Niemandem soll unnötig Schaden zugefügt werden, und privates Eigentum soll respektiert werden. Eine S-Bahn zu besprayen, ist damit kaum ein Akt von Zivilcourage.

  • Die dritte Tugend ist die innere Grösse und Tapferkeit: Man soll sich nicht blenden lassen von äusserem Reichtum, sondern mit Mut für seine Überzeugungen und für die Gerechtigkeit einstehen.

  • Die vierte Tugend ist die Mässigung: Sie erfordert den Mut, die vernünftigste Lösung für alle zu suchen und nicht zu viel zu wollen. Zum Merken: Das ist das, was die Banken lernen müssen.

Diese vier Tugenden zum pflichtgemässen Handeln nach Cicero machen noch heute das aus, was wir Charakter nennen. Es sind genau jene Tugenden, die auch die Preisträger des Prix Courage des Beobachters auszeichnen. Seit 15 Jahren würdigt der Beobachter Helden des Alltags mit dem «Prix Courage». Belohnt werden soll der Mut, seinem inneren moralischen Kompass zu folgen für ein höheres Ziel, auch um den Preis eigener Nachteile.

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Wir unterscheiden zwei Kategorien von Zivilcourage. Es gibt einerseits die so genannten Helfer, die konkret eingreifen in einer Gefahrensituation, anderseits Leute, die sich öffentlich einsetzen gegen einen Missstand, gegen den niemand aufzubegehren wagt.

Menschen mit Zivilcourage sind für den Beobachter deshalb Leute wie der Basler Marc Hofmann. Der heute 26-jährige ist Autist. Er war frühmorgens auf dem Heimweg in Basel, als er Zeuge wurde, wie mehrere junge Männer auf ein Paar eindroschen. Hofmann hätte tun können, was die meisten tun: Wegschauen und weitergehen, den bequemsten Weg nehmen. Aber Hofmann ging dazwischen. Zu dritt prügelten sie auf ihn ein, brachen ihm mit Tritten ins Gesicht Nase und Kiefer. Das Paar wurde beim Angriff ebenfalls verletzt. Aber Hofmanns Eingreifen hatte Schlimmeres verhindert.

Für seine mutige und selbstlose Tat wurde er im September 2010 mit dem Prix Courage ausgezeichnet.

Mut zeigten aber auch Leute wie Margrit Zopfi und Esther Wyler, so genannte Whistleblowers. Sie arbeiteten im Zürcher Sozialamt, auf der guten Seite, für die vermeintlich Schwachen in unserer Gesellschaft. Leider mussten sie bald erkennen, dass es Leute gibt, die die Sozialhilfe systematisch missbrauchen, den Staat ausnützen. Doch weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, verpufften alle Hilferufe von Margrit Zopfi und Esther Wyler ohne Wirkung.

In ihrer Verzweiflung spielten die beiden der «Weltwoche» Beweise für Missbrauchsfälle zu. Das kostete sehr viel Mut. Denn grade wenn man überzeugt ist von einer Sache, wenn man daran glaubt, auf der richtigen Seite zu stehen, und plötzlich erkennen muss, dass auch dort nicht alles gut ist, kostet es Mut, diese Punkte zu benennen. Es kostet Mut, weil man leicht den Stempel des Verräters an einer guten Sache kriegt.

Genau das geschah: Esther Wyler und Margrit Zopfi wurden am Arbeitsplatz verhaftet und verloren ihren Job. Es hagelte schwerste Vorwürfe. Sie hätten das Amtsgeheimnis verletzt, die Sozialhilfebezüger generell in Misskredit gebracht. Das Gegenteil ist der Fall: Je sauberer, je klarer und gerechter eine Sozialhilfe funktioniert, desto besser ihr Ruf, desto besser für die Bedürftigen.

Marc Hofmann, Margrit Zopfi und Esther Wyler handelten, wo andere nichts taten. Nicht weil es einfach war, sondern weil es richtig war. Weil erst Kritik auch Gutes noch besser macht. Weil Wahrheiten ausgesprochen werden müssen, auch wenn sie weh tun.

Alle «Prix Courage»-Preisträger haben damit etwas gemeinsam mit Cicero: Charakter, Werte, Integrität. Denn moralischer Mut ist immer mehr als der Mutbeweis in einem Einzelfall. Moralischer Mut zeigt sich in Anstand, einem sicheren Gefühl für grundsätzliche Werte. Und er zeigt sich in Aufrichtigkeit und in Tatkraft.

Zivilcourage ist der beste Ausdruck von Integrität. Und Zivilcourage wird bewundert. Das weiss jeder aus den Indiana-Jones-Filmen. Studenten der Universitäten von München und Dresden haben das sogar wissenschaftlich bewiesen und gezeigt: Je grösser die Gefahr für den Eingreifer, desto grösser sein Heldentum.

Jetzt sind wir nicht alle Indiana Jones. Warum aber haben wir den Eindruck, es mangle unserer Gesellschaft auch dort an Zivilcourage, wo für den Eingreifer eigentlich gar nichts auf dem Spiel stehen würde? Wo es ganz einfach wäre?

Sie kennen die Situation: Einer hält die Füsse aufs Polster in der SBB, neben sich auf und unter dem leeren Platz ein Bier, eine halbe Wurst, ein ganzer Hund. Alles rümpft die Nase, aber keiner sagt etwas. Oder im Zürcher Ausgehviertel am Abend: Junge Frauen werden dreist angemacht oder gar als Nutten taxiert.

Warum lassen wir das zu? Warum ruft niemand Stopp, wenn Liegewiesen Samstag für Samstag zu Müllhalden werden? Jeder Partygänger kennt den Abfalleimer auf seinem PC. Ist es zu viel verlangt, ihn auch im Leben zu benützen?

Warum sind auch die meisten Politiker und Medien so handzahm, wenn es darum geht, gewisse Missstände anzuprangern? Wovor haben wir alle Angst?

Sicher: Angst ist ein omnipräsentes Thema. Grade weil wir in der Schweiz viel zu verlieren haben, grade in der heutigen Zeit, wo so vieles unsicher geworden ist. Wo die EU vor einer Zerreissprobe steht. Wo viele Angst um ihr Erspartes, um ihre Zukunft haben. Wo scheinbar nichts mehr von Dauer ist, wo sich selbst das Klima ändert.

Diese Angst, teilweise geschürt von der Politik, bestimmt zunehmend unser Leben. Die Folge: Wir laufen den Problemen davon, wir greifen wutentbrannt das ganze System an, oder wir verdrängen einfach alles, stellen uns tot und hoffen, dass es irgendwie automatisch besser kommt. Wir reagieren wie Reptilien: mit Flucht, Angriff, Totstellmodus.

Aber wir sind doch keine Eidechsen. Wir haben den Mut zur Tugend erklärt, zu einer Eigenschaft, die uns alle menschlich macht. Wir können auf Ängste auch anders reagieren, wir können Verantwortung wahrnehmen.

Warum fällt uns das so schwer? Zwei Thesen dazu:

  • Erstens: Wir sind zu verwöhnt und zu bequem. Eine Gesellschaft, in der die Entscheidung, ob man Nike- oder Adidas-Turnschuhe trägt, für viele wichtiger scheint als das Wählen an der Urne, ist verwöhnt. Eine Gesellschaft, die für jedes individuelle Missverhalten Verständnis zeigt und es zuerst erklärt mit schwierigen Umständen und also dem Verhalten der andern, ist bequem und geht den Weg des geringsten Widerstands. Und sie belohnt damit indirekt die Sünder und vernachlässigt die grundlegenden Werte der Gesellschaft zugunsten ein paar weniger.

  • Zweitens: Wir sind zu tolerant. Weil die Schweiz in den sechziger Jahren als kleinkariert und bünzlig galt, schlägt jetzt das Pendel in die andere Richtung aus. In einem Land, wo es einst verboten war, in öffentlichen Parks den Rasen zu betreten, lassen wir heute kritiklos alles zu, was uns nicht ganz direkt selber betrifft. Längst dienen öffentliche Anlagen als Bühne für illegale Botellons und hysterische Weekendevents. Weil niemand als Bünzli gelten will, sind wir zu einer Laisser-faire-Gesellschaft geworden, die unter dem Begriff Toleranz alles durchwinkt und verklärt, was irgendeine Minderheit als ihre eigenen individuellen Bedürfnisse definiert.


Doch es gibt auch Bedürfnisse der Mehrheit. Wer kämpft für ihre Interessen?

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Aus der Schule kennen wir die Bedürfnispyramide des US-Psychologen Abraham Maslow. Darin gibt es fünf Stufen. Die grundlegendsten Bedürfnisse sind von unten nach oben:

  • Die Grund- und Existenzbedürfnisse (Nahrung, Schlaf, Kleidung)
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit (Struktur, Ordnung, Gesetze, Stabilität)
  • Soziale Bedürfnisse (Liebe, Zuneigung, Zugehörigkeit)
  • Anerkennung und Wertschätzung (man will geachtet und respektiert werden)
  • Zuoberst steht die Selbstverwirklichung


Es ist keine Frage, wo unsere Gesellschaft heute steht. Wir sind eine individualistische Gesellschaft geworden, in der das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung zum Mass aller Dinge erklärt worden ist.

Die eigenen Ziele werden über alles gesetzt. Je eigennütziger, desto besser. Man tut alles dafür: Stürzt sich im Wingsuit von Berggipfeln, bucht «Danger Zone»-Reisen in Bürgerkriegsgebiete, stellt Filme seiner Taten ins Internet. Und wenns schief geht, ruft man: «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!»

Das soll dann Mut sein. Aber dieser Mut und die ganze Energie werden eingesetzt für rein individuelle Ziele, für reine Ego-Projekte.

Weil wir uns soweit oben bewegen auf der Bedürfnispyramide, haben wir vergessen, dass grundlegendere Bedürfnisse, wie etwa jenes nach Sicherheit, weder selbstverständlich noch garantiert sind.

Doch die Sorge um diese Bedürfnisse haben wir elegant weiter delegiert an den anonymen Staat. Mit andern Worten: an andere. «Man sollte», «man könnte», «man müsste». Jeder jammert, jeder weiss, was getan werden müsste, aber machen solls der andere.

Wir sind verwöhnt und bequem und haben alles delegiert wie kleine Kinder, die es gewohnt sind, dass Papi und Mami für alles sorgen, was mühsam ist und uns daran hindert, das auszuleben, was uns selber gerade Spass und Lust macht.

Aber in einer Demokratie ist jeder verantwortlich für das Gemeinwohl. Und zwar ganz direkt. US-Präsident John F. Kennedy hat einst gesagt: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.» Das klingt pathetisch und veraltet, ist aber hochaktuell.

Denn man kann vieles tun. Jeder für sich, jeder auf seiner Ebene. Das beginnt im ganz Kleinen. Dabei müssen wir keine Angst haben vor der Bünzli-Schweiz. Niemand will zurück in die sechziger Jahre, als sich Kinder anschnauzen lassen mussten, wenn sie draussen zu laut spielten. Niemand wünscht sich ein Klima zurück, in dem Ausländer beschimpft werden durften wie zur Zeit der Schwarzenbach-Initiative. Niemand will anderen vorschreiben, wie sie sich zu kleiden haben, ob sie ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht.

Aber wo Menschen zu Schaden kommen, wo wichtige Regeln missachtet werden, wo öffentliche Einrichtungen mutwillig beschädigt werden, wo gefährliche Entwicklungen absehbar sind, wo die Interessen der Bevölkerung für einige wenige geopfert werden, überall da müssen wir uns einmischen. Überall da brauchen wir Leute mit Zivilcourage.

Was also tun wir, damit wir alle wieder mehr Zivilcourage zeigen? Wir müssen zwei Dinge tun: Wir müssen unsere Bequemlichkeit ablegen, und wir müssen damit aufhören, unter dem Stichwort Toleranz alles durchzuwinken.

Wir haben dieses grundsätzlich positive Wort so stark mit politischer Korrektheit aufgeladen, dass wir vergessen haben, dass Toleranz ein zweischneidiges Schwert ist. Man kann sich auch verstecken hinter der Toleranz. Denn Toleranz ist auch ein Begriff der Gleichgültigkeit. Wer immer nur tolerant sein will, nimmt auch Fehlentwicklungen in Kauf. «Toleranz», sagte der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann in einem Interview, «ist oft nur ein anderes Wort für Feigheit.» Die Feigheit nämlich, dort nicht zu handeln, wo es nötig wäre, wo es Missstände gibt.

Vor lauter Toleranz setzen wir keine Grenzen mehr. Wir glauben, dieses Recht nicht mehr zu haben. Fast alle Politiker sind vom Toleranz-Virus infiziert. Ein typischer Standardeinleitungssatz, der illustriert, wie weit die Verzweiflung geht, heisst: «Man muss das auch mal ganz klar sagen dürfen.» Man glaubt, sich schon im Voraus für die Tatsache entschuldigen zu müssen, dass man einen Missstand benennt.

Im politischen System haben wir dieses «Wir wollen es allen Recht machen»-Gen in die DNA eingebaut. Es wird nur noch vernehmlasst, statt regiert. Weil es Politiker aus falsch verstandener Toleranz allen Recht machen wollen, wird so viel vernehmlasst, dass man manche Regierung durch einen Computer ersetzen könnte. Man füttert den Computer mit Vernehmlassungsresultaten und wartet, was als Ergebnis ausgespuckt wird. Es fehlt die Vision, welche Schweiz wir eigentlich haben wollen. Auf welche Werte wir setzen, welche wir in welcher Reihenfolge wichtig finden und verteidigen wollen. Stattdessen gilt der Leitsatz: Alles geht.

Hauptsache, man ist tolerant. Toleranz wird als eine Art Heiligenschein gehandelt, aufdruckbar als moralisches Qualitätslabel. Doch unter diesem Label ist vielen scheinbar alles egal, was sie nicht unmittelbar selber betrifft. Sobald es uns aber selber betrifft, schreit alles nach dem Staat, der dann die Sache für uns regeln soll. Nur findet auch dort kaum jemand mehr den Mut für deutliche Worte gegen klare Missstände. Schliesslich will niemand seine Wahlchancen gefährden mit Sätzen, die als unausgewogen bezeichnet werden könnten.

Doch es ist ein Akt von Zivilcourage, unbequem zu sein. Es ist ein Akt von Zivilcourage, sich stärker einzumischen, sich für die allgemeinen Werte einzusetzen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.

Diese Werte müssen wir nicht neu erfinden. Jeder kennt sie. Diese Werte sind in unserm Innersten zu finden. Sie zeigen sich immer dann, wenn sich unser Gewissen meldet. Auf diese innere Stimme, den rechten Weg zu gehen, können wir uns ruhig verlassen.

Das Gute daran ist, wir müssen nicht zu Helden werden dafür. Wir müssen - und können - auch nicht altruistisch werden. Der ehemalige US-Präsident John Adams sagte zu diesem Thema einmal: «Es ist einfach nicht wahr, dass es je Menschen gegeben hat, die die Allgemeinheit mehr liebten als sich selbst.» Wir brauchen also nicht Jesus zu werden. Gary Cooper tuts auch.

Leute mit Zivilcourage handeln nicht aus selbstlosen Motiven. Es ist auch nicht so, dass sie handeln, weil sie andere Leute mehr lieben würden als sich selbst. Im Gegenteil. Sie handeln, weil sie sich selbst lieben, weil sie ihren Selbstrespekt nicht verlieren wollen, weil ihnen ihr Gewissen gebietet, für eine höhere Sache einzustehen, weil ihnen ihr Glaube ans richtige Handeln wichtiger ist als die Beliebtheit vor den anderen. Weil sie wissen, dass man Probleme nicht lösen kann, indem man sie ignoriert, sondern nur, indem man sie angeht.

Lassen wir uns nicht verbieten, die Wahrheit zu sagen, nur weil sie unbequem ist und politisch nicht korrekt. Lassen wir uns nicht abhalten, Missstände zu benennen, nur weil wir Angst davor haben, als intolerant zu erscheinen. Lassen wir uns nicht einschüchtern vom lauten Schweigen rund um uns.

Ich wünsche der Spiezer Initiative Kraft und Erfolg in ihrem Kampf für eine lebenswertere und fairere Welt. Für eine Welt, in der jeder auf jeden Rücksicht nimmt, und in der man die gemeinsam festgelegten Regeln hoch hält.

Das kann und darf nicht heissen, dass wir alle Polizisten spielen sollen. Aber wie wir alle die eigene Wohnung gerne in Ordnung halten, dürfen wir auch im öffentlichen Raum auf die Einhaltung gewisser Regeln pochen. Fragen wir einfach unsere innere Stimme. Vertrauen wir unserem inneren Wertekatalog. Abraham Lincoln hat es so formuliert - und das gilt bis heute: «Ich wünsche mir, dass die Leute stolz sein können auf den Ort, in dem sie leben. Ich wünsche mir Leute, die so leben, dass dieser Ort stolz sein kann auf sie.»

Ich wünsche mir, dass Spiez ein solcher Ort wird.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.