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Fall gelöstEasyjet zahlt für verspäteten Flug

Verspätung wegen technischen Defekts: Mit dieser Begründung lehnen viele Airlines Entschädigungszahlungen ab. Doch man kann sich wehren.

Happy End für einen Beobachter-Abonnenten: Er erhält eine Entschädigung für einen massiv verspäteten Flug.
von

Im Sommer flog Armin Theurer mit Easyjet von Basel nach Nizza und kam mit über vier Stunden Verspätung in Nizza an. Beim Beobachter-Beratungszentrum informierte er sich über seine Rechte und forderte danach Easyjet auf, ihm die Entschädigung von 250 Euro auszurichten, die gemäss der EU-Richtlinie über Fluggastrechte in solchen Fällen gilt. Die Airline wehrte ab. Die Verspätung sei ausserhalb ihrer Kontrolle gewesen, deshalb habe er keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

«Flightright - ein sehr guter Tipp»

Theurer meldete sich erneut beim Beobachter-Beratungszentrum:
«Wie geht es nun weiter?»

Der Beobachter verwies ihn ans Bundesamt für Zivilluftfahrt oder – als Alternative – an die Flightright GmbH in Berlin. Diese Firma treibt stellvertretend für Fluggäste Entschädigungen ein, die diesen zustehen.
Zwei Monate später meldete sich Armin Theurer wieder beim Beobachter: «Die Adresse von Flightright war ein sehr guter Tipp.» Auch nach Abzug der Provision von 25 Prozent für Flightright bleiben ihm rund
190 Euro als Entschädigung für den massiv verspäteten Flug.

Veröffentlicht am 23. Dezember 2015

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1 Kommentar

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GDVI
Was man noch erwähnen sollte: Flightright ist zwar der Platzhirsch, es gibt aber noch andere Anbieter mit dem selben Geschäftsmodell: Refund Me FairPlane Flugrecht Claimflight ... Außerdem gibt es neuerdings Anbieter wie compensation2go und wirkaufendeinenflug, die sofort zahlen - auch wenn sie hinterher von der Fluggesellschaft kein Geld bekommen. (Dafür behalten die dann auch mehr als 25%.) Wer Zeit hat und hartnäckig ist, kann es natürlich auch selbst versuchen. Musterbriefe kosten ja glücklicherweise nichts: https://www.flugrecht.de/flugverspaetung/entschaedigung/musterbrief.pdf (Und wenn die Fluggesellschaft unkooperativ ist, kann man den Fall ja immer noch an einen der Dienstleister abgeben.)