Prix Courage 1999: Reto Cantieni, ehemals Personalberater auf dem Arbeitsamt von Thusis, steht im Final. Sein Verhalten war exemplarisch. Der ausgebildete Theologe hatte sich geweigert, heikle Daten ins zentrale Computersystem einzugeben. Er berief sich aufs Datenschutzgesetz – und handelte sich die Kündigung ein. Nicht genug damit: Erst nach einem Jahr erhielt Cantieni sein Arbeitszeugnis – und erst noch vernichtend und rufschädigend formuliert. Ob dem Bündner Arbeitsamt bekannt ist, dass jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf ein korrektes Abgangszeugnis hat?

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