Schizophrenie ist eine schwere seelische Erkrankung, bei der vor allem die Beziehung zur Wirklichkeit und zu den Mitmenschen verändert ist. Betroffene leben zeitweise als Fremde in dieser Welt, mit einem veränderten Empfinden und Erleben. Sie sind für die Umwelt vorübergehend unerreichbar. Die Kranken fühlen sich innerlich fremdbestimmt und manipuliert.

Bei Schizophrenen bricht die Ich-Grenze zusammen. Gesunde nehmen Reize von aussen und Impulse von innen geordnet wahr; Kranke scheinen diese teilweise nicht mehr richtig zu verarbeiten. Die Grenze zwischen dem Ich und der Welt fällt zusammen; Realität und Fantasie sind kaum mehr zu unterscheiden.

Weltweit leidet etwa ein Prozent der Menschen an Schizophrenie. Uber die Ursachen wissen die Forscher noch wenig. Sie gehen davon aus, dass sich schizophrene Störungen durch eine Verkettung von psychischen, biologischen und sozialen Ursachen entwickeln. Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Gene, ihrer Hirnstruktur oder ihrer Biografie eine höhere Verletzlichkeit und damit ein grösseres Risiko haben, an Schizophrenie zu erkranken.


Linktipp

Vereinigung von Angehörigen Schizophreniekranker (VASK)

Postfach 2321, 8031 Zürich, Telefon 01/271 04 06

Hilfe in Notsituationen und Adressen von Institutionen und regionalen Selbsthilfegruppen.

Buchtipps

Daniel Hell, Margret Fischer-Gestefeld:

«Schizophrenien Verständnisgrundlagen und Orientierungshilfen.»

Anzeige

Springer-Verlag, Berlin 1993, Fr. 22.50

Hans-Jürgen Luderer:

«Schizophrenie: Mit der Krankheit leben lernen.»

Wichtige Antworten und praktische Hilfen für Angehörige und Betroffene.

Trias-Verlag, Stuttgart 1998, Fr. 24.10