Sonnenschutzartikel sind ein gutes Geschäft: Einerseits verbringen die Menschen heute mehr Zeit im Freien als noch vor 30 oder 40 Jahren. Zum anderen wird die Ozonschicht, die die schädlichen UV-Strahlen aufnimmt, immer dünner. Und drittens reisen heute mehr Menschen als früher in exotische Länder und setzen sich dort kurzzeitig extremer Strahlenbelastung aus.

Die folgende Übersicht zeigt, worauf Sie beim Kauf eines Sonnenschutzes achten sollten:

Brillen

Zu viel UV-Strahlung kann zu Entzündungen der Horn- und der Bindehaut führen und erhöht das Risiko, an grauem Star zu erkranken. Ausreichenden Schutz bieten nur Sonnenbrillen mit der Deklaration «100% UV-Filter bis 400 Nanometer». Es ist ein Irrtum, dass sehr dunkle Brillengläser besonders guten Schutz bieten im Gegenteil: Hinter dunklen Gläsern öffnen sich die Pupillen stärker und lassen mehr Strahlung ins Auge.

Kleider

Textilien schützen besser vor UV-Strahlung, je dichter das Material verarbeitet ist, je dunkler der Stoff ist und je weiter die Kleider geschnitten sind. Künstliche Fasern schützen besser als Naturfasern, trockenes Gewebe schützt besser als nasses. Halten Sie Shirt oder Hose gegen die Sonne: Strahlt sie durch, ist der Schutz ungenügend. Das Label «Sun Protection Textile» garantiert UV-Schutz laut den Kriterien der Schweizer Krebsliga.

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Sonnenschutzmittel

Verwenden Sie ein Produkt, das Ihrem Hauttyp entspricht. Für fettige Haut eignen sich Gels und Lotionen, für trockene Haut Cremen. Die meisten Sonnenschutzmittel enthalten chemische oder physikalische Filter. Das Allergierisiko ist bei physikalischen Filtern geringer, weshalb diese Produkte für Kinder besser geeignet sind. Sonnencreme sollte man mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad ein erstes Mal grosszügig auftragen. Vergessen Sie auf keinen Fall exponierte Körperstellen wie Lippen, Nase, Ohren, Nacken und Schultern.

Waschmittel

Waschmittel und Weichspüler, die Kleider mit einem UV-Schutz «imprägnieren», machen nur bei Textilien Sinn, die sich für den Sonnenschutz eignen (siehe «Kleider»).

Solarium

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man die Haut mit einem Solariumbesuch an die Sonne gewöhnen könne. Die Haut verträgt nur eine begrenzte Menge UV-Strahlung egal, ob diese künstlich oder natürlich ist. In Solarien werden vor allem UVA-Strahlen eingesetzt. Diese Strahlung sorgt zwar für eine leichte Bräunung, lässt aber die Haut vorzeitig altern und fördert Hautkrebs.

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Selbstbräuner

Selbstbräuner geben der Haut eine Tönung, schützen aber nicht vor UV-Strahlung.