Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, müsste sich Renata Gubler* nicht hauptsächlich von Hörnli und Spiegeleiern ernähren. Es ­läge sogar auch mal ein Fünfgänger drin. Denn eigentlich ist die Rentnerin eine gut­situierte ­Dame. Doch Renata Gubler ist Teil einer Erbengemeinschaft, deren ­Mitglieder die ­Teilung einer ­grös­seren Erbschaft grundlos blockieren: Vermögen hat Gubler daher nur auf dem Papier.

Das ist auch der Grund, warum sie keine Ergänzungsleistungen erhält und von nichts anderem als einer minimalen AHV-Rente lebt. Zudem hat sie keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, um vor Gericht ihr Erbteil einzufordern.

Jetzt übernimmt die Stiftung SOS ­Beobachter Anwalts- und Gerichtskosten, ­damit ein Rechtsanwalt den sturen Mit­erben Beine macht. Die Prozesschancen sind so gut, dass absehbar ist, dass ­Renata Gubler die Spende dereinst ­zurückerstatten kann.

* Name geändert

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