Die Schweiz hat eine der höchsten Raten von schwarzem Hautkrebs in Europa: Pro Jahr erkranken rund 1600 Menschen an einem sogenannten Melanom. Aus dermatologischer Sicht ist klar: Die UVB- und UVA-Strahlen können der Haut schwere Schäden zufügen, die längerfristig zu Hautkrebs führen. Dass Hautkrebs entsteht, liegt vor allem an einem ungenügenden Sonnenschutz in der Kindheit. Denn leider vergisst die Haut keinen Sonnenbrand, jeder hinterlässt einen bleibenden Schaden und erhöht das Krebsrisiko.

Schützt Nachcremen vor Sonnenbrand?

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Wer stundenlang an der Sonne ist, riskiert einen Sonnenbrand – trotz Nachcremen. Warum das so ist.

Quelle: Beobachter Bewegtbild

Sparen Sie nicht am falschen Ort

Kinderhaut ist dünner und kann sich weniger gut gegen die Sonnenstrahlen schützen als die­jenige der Erwachsenen. Ausserdem halten sich Kinder viel häufiger draussen auf, beim Spielen oder beim Sport. Deshalb müssen sie besonders gut geschützt werden. Dazu gehören im Idealfall ein Hut mit Nackenschutz, eine Sonnenbrille, leichte Bekleidung wie T-Shirt und Hose bis zu den Knien und geschlossene Schuhe. Alle unbedeckten Hautstellen müssen mit einem guten Sonnenschutzmittel eingecremt werden.

Für Babys und Kleinkinder gelten noch strengere Regeln: Sie sollten überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Besonders die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist heikel, dann brennt die Sonne am stärksten. Bei den Sonnencremen kommen für Kinder nur solche ohne chemische Filter in Frage, da diese hormon­ähnlich wirken und somit negative Auswirkun­gen haben könnten. Geeignet sind Mittel mit physikalischen Filtern. Sie enthalten meistens mineralische Partikel, die auf der Haut eine ­Barriere gegen die UV-Strahlen bilden. Typisch für diese Cremen ist, dass sie auf der Haut eine weisse Schicht hinterlassen. Die Creme muss reichlich aufgetragen werden, nur dann stimmt der angegebene Schutzfaktor. Viele Eltern sind gemäss Studien damit eher kleinlich, schliesslich sind viele Sonnenschutzmittel recht teuer.

Für Kinder muss mindestens ein Lichtschutzfaktor 20 gewählt werden. Da sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen schaden, muss das Mittel einen Filter gegen beide bieten. Übrigens schützt ein Schutzfaktor (LSF) 30 nicht doppelt so gut wie ein LSF 15. Dieser filtert nämlich bereits 90 Prozent der UVB-Strahlen heraus. Auch wasserfeste Cremen müssen laufend aufgetragen werden, vor allem nach dem Baden und wenn ein Kind schwitzt. Im Handel gibt es auch spezielle Kleider mit UV-Schutz. Diese sind für Ferien im Süden geeignet oder wenn ein Kind sehr klein und sehr hellhäutig ist.
 

 

Weitere Informationen

Unter www.swisscancer.ch erfahren Sie, wann das «Sonnenmobil» in Ihrer Nähe ist. Dort können Sie den Hauttyp bestimmen und Ihre Muttermale kontrollieren lassen.

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Quelle: Archiv
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