Irgendwann funktionierte Peter Hugentobler* einfach nicht mehr. Er verlor den Job, die Wohnung, die Freunde und die Familie. «Herr Hugentobler» nannte ihn schon lange niemand mehr. «Penner!» oder «Clochard!» schimpften sie ihn auf der Strasse, wo er seit Jahren lebt. Im Sommer schläft er unter einer Brücke oder im Park. Im Winter, wenn es ganz kalt ist, geht er in die Notschlafstelle.

«Peter schaut allein für sich», schreibt die Betreuerin des Obdachlosenheims. «Hilfe vom Staat will er aus Prinzip nicht.» Sie ist an die Stiftung SOS Beobachter gelangt, weil Hugentobler jetzt doch auf Unterstützung angewiesen ist – unbedingt.

Denn sein einziger Freund, ein Basterli namens Miro, wurde von einem Schäferhund angegriffen und verletzt. SOS Beobachter übernahm die Kosten für die Behandlung beim Tierarzt, weil der Halter des Schäfers nicht ausfindig gemacht werden konnte.

*Name geändert

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