Nichts sieht mehr so aus, wie es einmal war auf dem Stockberg ob Niederurnen GL: Eine Zürcher Zivilschutzkompanie half der Familie Roth, ihr baufälliges Wohnhaus abzureissen und Platz für den dringend nötigen Neubau zu schaffen. «Wir Unterländer waren über die harten Lebensbedingungen erstaunt und hoffen, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben», schrieb ein Zivilschützer dem Beobachter. «Die haben Grosses geleistet», freut sich Jakob Roth, der im Moment damit beschäftigt ist, Raum für das Fundament in den Fels des Stockbergs zu sprengen.

Die Roths sind eine der vielen Bergbauernfamilien in finanzieller Not, die die Stiftung SOS Beobachter unterstützt. Der Artikel im Beobachter hat viele positive Reaktionen ausgelöst. Die Roths haben Unterstützungsschreiben und Fresspäckli erhalten, und es meldeten sich Hilfswillige: Ein Schreiner möchte beispielsweise die neue Küche der Roths gratis montieren.

«So schön wie noch nie»
Auch die Sommersammlung von SOS Beobachter, die den Bergbauern gewidmet ist, hat sich zum Erfolg entwickelt: In nur knapp einem Monat sind schon gut 500'000 Franken zusammengekommen. Die Familie Roth ist während der Bauphase in Baucontainern untergebracht: «So schön hatten wir es noch nie», sagt Jakob Roth. «Zum ersten Mal ebener Boden und gerade Wände.»