Urs Müller* schlug im Wahn mit einem Vorschlaghammer die Wand zum Nachbarn durch. Seither ist er in psychiatrischer Behandlung. Die Frage war nun: Wer kommt für den Schaden an der Wand auf?

Die Rechtslage ist so: Mit dem Mietzins zahlt man für die normale Abnützung einer Wohnung. Separat aufkommen muss man für übermässige Abnützung, also für Schäden, die etwa der Hund auf dem Parkett verursacht hat, oder für vergilbte Wände wegen übermässigen Rauchens. Dabei haftet man im Rahmen des Zeitwerts der beschädigten Sache Privathaftpflicht Wer zahlt Schäden in der Mietwohnung? .

Mit einer Privathaftpflichtversicherung ist man in diesem Fall gedeckt. Doch bei mutwillig angerichteten Schäden nicht. Daher zahlte im Fall von Urs Müller keine Versicherung.

Damit er nach dem Aufenthalt in der Klinik nicht vor einem Schuldenberg steht und auch nicht auf die Strasse gestellt wird, hat SOS Beobachter die Rechnung beglichen.


* Name geändert