Die Stiftung SOS Beobachter wurde vom Erfolg ihrer Aktion «Feriengeld für Ferienglück» überwältigt. Monatelang brachte die Post Tag für Tag Hunderte von Kuverts und Päckchen. Der Zweck der Sammlung: Die Stiftung unterstützt Personen in prekären finanziellen Verhältnissen und wird ärmeren Familien ein paar Ferientage ermöglichen. Der Umtausch brachte über 300'000 Franken ein.

Allen Spenderinnen und Spendern gilt unser herzliches Dankeschön. Insgesamt schickten sie rund vier Tonnen Münzen und mehr als hunderttausend Noten. Die galt es zu möglichst vorteilhaften Bedingungen wieder loszuwerden. 36 grosse Kisten voller Münzen gingen an die Münzfirma Coinco International in Deutschland. Die Noten aus den Euroländern wurden zu guten Kursen der deutschen Bundesbank und der Banque Nationale de France verkauft. Die reiselustigen Schweizerinnen und Schweizer schickten aber auch Ferienrestgeld aus exotischeren Destinationen rund um den Globus – von Ägypten bis Zypern. Den Grossteil davon kaufte die UBS.

Weil einige Sammler neben Silberfranken und Goldvreneli kupferne Kantonsbatzen aus dem 18. Jahrhundert einschickten, musste gar ein Münzfachmann beigezogen werden. Nicht alles war verwertbar: Von Hosenknöpfen über Briefmarken, unbenutzte Telefonkarten und Metrobillette bis zu Benzingutscheinen aus den siebziger Jahren landete alles Mögliche auf der Redaktion. Sonst wurde wirklich alles, was sich versilbern liess, auch zu Spendenfranken: Die goldenen Halsketten, Ringe mit synthetischen Rubinen, Ohrenstecker, Krawattennadeln, Manschettenknöpfe und Broschen kaufte ein Goldhändler für 762 Franken.

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