Béatrice G. war finanziell und psychisch am Ende. Als Kind war sie von ihrem Vater missbraucht worden, dann zerbrach ihre Ehe – wegen sexueller Nötigungen durch den Ehemann. Die Folge waren schwerste Depressionen. Nur das Vertrauen zu einem fachlich und menschlich qualifizierten Psychiater und dessen Therapie – drei Stunden Sitzungen pro Woche – bewahrte die Frau davor, Selbstmord zu begehen.

Drei Stunden waren ihrer Krankenkasse jedoch zu viel. Sie wollte die Zahl der therapeutischen Konsultationen senken. Und sie forderte von der ohnehin finanziell am Limit lebenden Béatrice G. 6000 Franken zurück – für «irrtümlich» bereits bezahlte Therapien.

Therapie kann weitergehen
Ein in Sozialversicherungsfragen versierter Anwalt machte den Beobachter auf den tragischen Fall aufmerksam. SOS Beobachter leistete eine Kostengutsprache, um den Kampf mit der Kasse aufnehmen zu können. Diese blieb stur, eine Beschwerde beim Gericht wurde unausweichlich. Erst jetzt lenkte die Kasse ein: In der Beschwerdeantwort übernahm sie plötzlich die Anträge des Anwalts von Béatrice G.

Die Psychotherapiekosten sind also im bisherigen Ausmass weiter garantiert, die Rückforderung wurde fallen gelassen. Ein Erfolg – dank einem engagierten Anwalt und SOS Beobachter.