Simone Wolf leistet gern Militärdienst: Die 25-Jährige mag ihre Tätigkeit als Büroordonnanz. Die RS kam ihr nicht zuletzt auch deshalb gelegen, weil sie sich damals beruflich in einer schwierigen Situation befand: Nach der Verkäuferinnenlehre hatte sie keine geeignete Stelle gefunden; Phasen der Arbeitslosigkeit wechselten mit verschiedenen Temporärjobs ab.

Nach der achtwöchigen RS absolvierte Simone Wolf drei Wiederholungskurse. Nach dem dritten war der Vorschlag da: Simone Wolf musste weitermachen. Anders als gleich nach der RS, als ihr diese Vorstellung noch verlockend erschien, war sie nun unglücklich darüber, hatte Angst, deswegen ihre Stelle zu verlieren. Simone Wolf arbeitete mittlerweile als Serviceangestellte und war auf diesen Verdienst angewiesen.

Ihre Befürchtungen erwiesen sich als begründet. Als Simone Wolf im April dieses Jahres zum 18-wöchigen Beförderungsdienst antrat, war sie einmal mehr arbeitslos. Der Arbeitgeber hatte ihr gekündigt.

Die angehende Unteroffizierin geriet in eine tiefe Krise. Das Budget geriet aus den Fugen; offene Rechnungen wurden zur schweren Belastung. Neben dem Armee-Sozialdienst sprang auch SOS Beobachter ein und half ihr über die Notsituation hinweg. Simone Wolf hat wieder Fuss fassen können.

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