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SOS BeobachterSpenden für eine nostalgische Reise

Seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt: die Rennbahn in Oerlikon.

Luigi Bolgiati lebt in einem Altersheim im Bernbiet und sitzt im Rollstuhl. Einen Herzenswunsch hat er noch – die Stiftung SOS Beobachter ermöglicht ihn.

von aktualisiert am 19. Juli 2018

Als Luigi Bolgiati vor vielen Jahren als Maroni-Brater in die Schweiz kam, ging es in Zürich noch zu wie in einem Film des Regisseurs Kurt Früh («Dällebach Kari», «Hinter den sieben Gleisen», «Bäckerei Zürrer»): Sonntags ging man auf die Rennbahn in Oerlikon, unter der Woche war die «Räuberhöhle» im Chreis Cheib Treffpunkt von Büezern und Clochards und der Boccia-Club im Industrie-Viertel war vielen Ausländern eine zweite Heimat.

Heute sitzt Bolgiati im Rollstuhl und lebt im Altersheim im Bernbiet. Sein Herzenswunsch ist es, die Orte seiner besten Jahre noch einmal zu sehen, bevor er ganz erblindet – doch Geld für die Reise nach Zürich hat er nicht. Fahren würde ihn ein freiwilliger Betreuer im Altersheim. Die Stiftung SOS Beobachter finanzierte deshalb die Miete eines Autos, in das der Rollstuhl passt.

«Molto Gra­zie! Zurigo rimane una bella città» schrieb Bolgiati auf die Ansichtskarte, auf dem der Zürcher Prime Tower abgebildet ist.