Für SOS BeobachterMit Musik gegen Armut

Das Thema Armut liegt Chris Strauch schon lange am Herzen. Nun sammelt er mit einem Song für SOS Beobachter. Bild: Jasmine Helbling

Mit seinem neuen Song «Freunde» setzt sich der Bündner Radiomoderator Chris Strauch gegen Armut in der Schweiz ein. Im Interview erklärt er, weshalb er den Reinerlös des Projekts der Stiftung SOS Beobachter spendet.

von Jasmine Helbling

Beobachter: Einen Song schreiben, im Studio produzieren, einen Videoclip drehen, diverse Promis anschreiben – im Wissen, dass der Reinerlös dieses aufwändigen Projekts nicht in die eigene Tasche fliesst: Wie kommt man als Radiomoderator, Journalist und Talkmaster dazu?
Chris Strauch: Für Musik verzichte ich gerne auf andere Freizeitbeschäftigungen. Ich habe früher schon viel Musik gemacht, aber zwischenzeitlich wieder damit aufgehört. Für mich stand fest: Wenn ich wieder einen Song aufnehme, möchte ich den Reinerlös einem sozialen Projekt spenden. Armut ist ein Thema, das mir schon lange am Herzen liegt.

Beobachter: Sie haben sich entschlossen, die Stiftung SOS Beobachter zu unterstützen, die sich für Bedürftige in der Schweiz einsetzt. Warum?
Strauch: Natürlich gibt es überall auf dem Globus Armut. Ich wollte aber darauf aufmerksam machen, dass auch in der reichen Schweiz sehr arme Menschen leben. Besonders interessierte mich das Thema «Working Poor», also Erwerbstätige, die trotz Fleiss und Motivation arm bleiben. Als ich diese Erwerbsarmut googelte, bin ich auf die Stiftung SOS Beobachter gestossen. Mir war sehr sympathisch, dass sie sich um Einzelschicksale kümmert – das wollte ich unterstützen.

Beobachter: Auch Prominente wie Peach Weber oder Bligg unterstützen das Projekt. Böse Zungen könnten behaupten, es handle sich um einen PR-Gag.
Strauch: Eigentlich hatte ich mich auf negative Reaktionen eingestellt. Diese blieben bisher aber zum Glück aus. Davon würde ich mich aber auch nicht ärgern lassen. Ich hätte SOS Beobachter auch einfach einen Geldbetrag überweisen können, es ging mir aber darum, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren. Dabei können bekannte Gesichter eben helfen.

Beobachter: Wie kann man die Aktion unterstützen?
Strauch: Indem man den Videoclip zum Song auf Youtube anschaut und weiterempfiehlt. Pro 1000 Wiedergaben gehen CHF 5.- an SOS Beobachter. Wer den Song direkt kaufen möchte, findet die Links zu den Verkaufsstellen auf meiner Website – auch hier geht der Reinerlös an die Stiftung.
Ich bin auch dankbar, wenn der Facebook-Beitrag fleissig geteilt wird. Damit nimmt man übrigens auch automatisch am Wettbewerb teil. Der Hauptgewinn ist ein Essen für zwei mit einem am Projekt teilnehmenden Promi im Restaurant Stiva Veglia in Schnaus (GR) des Spitzenkochs Tino Zimmermann und seiner Frau Cornelia. Daneben werden fünf Einkaufsgutscheine für Ex Libris im Wert von CHF 50.- verlost.

Zur Person

Chris Strauch (40) arbeitet seit vielen Jahren als Radio- und Fernsehmoderator. Beim Bündner Medienunternehmen SOMEDIA ist er für Radio Südostschweiz und TV Südostschweiz im Einsatz. Daneben empfängt er wöchentlich Prominente in seiner eigenen Fernsehsendung «Talk mit Strauch». Mehr zur Aktion erfahren Sie hier.

Zur Stiftung SOS Beobachter

SOS Beobachter leistet individuelle Einzelfallhilfe sowie Rechtshilfe. Daneben unterstützt die Stiftung Ausbildungen, Weiterbildungen und Projekte. Dank dem Fachwissen der Mitarbeiter und Experten im Beratungszentrum des Beobachters erfolgt finanzielle Hilfe nur dann, wenn die Gesuche gerechtfertigt sind und ausbezahlte Gelder nachhaltig helfen.

  • Direktspende:
    Online über www.sosbeobachter.ch
    Postkonto 80-70-2
    IBAN CH84 0900 0000 8000 0070 2
    Empfänger: Stiftung SOS Beobachter, Postfach, 8021 Zürich
Veröffentlicht am 2016 M05 26