1. Home
  2. So hilft SOS Beobachter: Wegen Spiel- und Kaufsucht vor dem Bankrott

So hilft SOS BeobachterWegen Spiel- und Kaufsucht vor dem Bankrott

Wer an Spielsucht leidet, ist krank – und braucht Hilfe. Bild: Getty Images

Die Stiftung SOS Beobachter hilft auch Menschen, die durch eine Sucht in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Allerdings unter strengen Auflagen.

von Walter Noser

«Ich spende regelmässig für die ­Stiftung SOS Beobachter, weil Sie den Ärmsten am Rande der ­Gesellschaft helfen», mailte kürzlich eine Spenderin. Die Nachricht kam just in dem Moment auf den Bildschirm des Sachbearbeiters, als das Gesuch für einen Mann auf seinem Pult lag, der keineswegs am Rand der Gesellschaft lebt, sondern ­mittendrin. Wenn es der Zufall ­wollte, könnte es das Gesuch des Arztes jener edlen Spenderin sein, des Arbeitgebers oder des Anwalts.

Wegen seiner Spiel- und Kaufsucht war der Gesuchsteller auf bestem Weg in den finanziellen Ruin. Da ­alles Geld verspielt war, konnte er nicht einmal mehr die Wohnungsmiete zahlen. Unter der ­Bedingung, dass sein Geld in Zukunft von einer Drittperson verwaltet wird und er sich professionelle Hilfe holt, übernahm die Stiftung SOS ­Beobachter die ausstehende Miete.

Mehr zum Thema

Spielsucht: Ein Süchtiger erzählt

Mehr als 120’000 Menschen in der Schweiz haben ein problematisches Glücksspielverhalten – Daniel* ist einer von ihnen. Er hat bei Handyspielen 100'000 Franken verloren.

zum Artikel

Veröffentlicht am 2017 M04 10