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So hilft SOS BeobachterDas Nötigste für ein verwahrlostes Kind

Einem Mädchen konnte dank Ihren Spenden geholfen werden. (Symbolbild) Bild: Thinkstock Kollektion

Ein Mädchen kam schmutzig und unterernährt in den Kindergarten – da schritt die zuständige Betreuerin ein. Mit der nötigen Unterstützung geht es nun wieder aufwärts.

von Walter Noser

Niemand wusste um die Tragödie im Mehrfamilienhaus – oder keiner sah hin. Niemandem fiel auf, dass die Frau und ihr Töchterchen vom 3. Stock kaum je draussen waren. Erst als die Kleine in den Kindergarten kam, reagierte die Kindergärtnerin: Das Mädchen war schlecht ernährt, trug schmutzige Kleider und fand keinen Anschluss zu Gleichaltrigen.

Weil die Mutter nicht mit der Kindergärtnerin reden wollte, informierte diese die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb), die sofort handelte: Die psychisch kranke Mutter, die am Existenzminimum lebt, wurde vorübergehend in eine Klinik und das Mädchen in ein Durchgangsheim eingewiesen. Die von der Kesb beauftragte Beiständin organisierte während dieser Zeit eine Familienbegleitung, eine Erziehungsberatung und verschiedene Therapien.

Mit der nötigen Unterstützung von Fachleuten leben Mutter und Kind seit kurzem wieder zusammen. Doch für das Zusammenleben sind nebst einem Helfernetz auch Möbel nötig. Die Stiftung SOS Beobachter finanzierte Bett, Sofa, Teppiche und Küchenutensilien.

Veröffentlicht am 2016 M09 22