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So hilft SOS BeobachterRückkehr in die eigenen vier Wände ermöglicht

Die Spitex verweigerte Hausbesuche, da Amalie Graber* am Messie-Syndrom leidet. (Symbolbild) Bild: Thinkstock Kollektion

Obwohl eine Frau nur den Arm gebrochen hatte, musste sie im Pflegeheim versorgt werden – die Spitex verweigerte jegliche Hilfe. Bis sich herausstellte, was das eigentliche Problem war..

von Walter Noser

Es braucht oft wenig, damit Betagte ihren Lebensabend zu Hause verbringen können: ein bisschen Hilfe von der Spitex oder einen Mahlzeitendienst. Doch bei Amalie ­Graber* verweigert die Spitex jegliche Hilfe. Daher lebt die Rentnerin seit einem Armbruch in einem Pflegeheim – eigentlich hätte sie bloss zur Erholung bleiben sollen.

«Skandal!», befand der vom Pflegeheim eingeschaltete Sozialdienst – bis man einen Hausbesuch bei Graber machte: Was andere Leute entsorgt hätten, stapelte sich in ihrer Wohnung bis zur Decke, man konnte sich kaum bewegen. Jahrelang war niemandem aufgefallen, dass die Frau am Messie-Syndrom ­leidet.

Mit Grabers schmaler Rente konnte keine Entrümpelung und Instandstellung der Wohnung finanziert werden. Daher übernahm die Stiftung SOS Beobachter die Kosten. Und jetzt sorgt die Spitex dafür, dass Graber in einer aufgeräumten Wohnung ihren Lebensabend verbringen kann. ­

Veröffentlicht am 2016 M09 27