Beobachter: Herr Marti, Sie sind von Beruf Nationalrat, Anwalt und Preisüberwacher. Und Sie haben drei Kinder. Eigentlich eine Vollzeitbeschäftigung. Dennoch suchen Sie die Herausforderung dazu noch im Sport: als Bergsteiger, Skifahrer und Gigathlet. Was spornt Sie an?

Werner Marti: Ich liebe die Auseinandersetzung, sei dies nun als Nationalrat, Anwalt oder Preisüberwacher. Das Gleiche gilt auch im Sport, wo ich mich sowohl mit mir als auch mit der Natur direkt beschäftigen kann.

Beobachter: Brauchen Sie den Sport als Ausgleich zu Beruf und Politik?

Marti: Ich habe drei Berufe, die mir alle Freude machen, die mich aber auch stark beanspruchen. Die Beanspruchung ist einseitig auf den Kopf ausgerichtet. Dazu brauche ich den Ausgleich im Sport. Ich bin geistig nur leistungsfähig, wenn ich mich auch sonst gut fühle.

Beobachter: Sport ist teuer. Das Budget für eine Woche Gigathlon liegt bei zirka 20000 Franken. Wie viel geben Sie jährlich für Sportzubehör aus?

Marti: Es stimmt, Sport ist teuer, manchmal sogar zu teuer. Ich übe zwei Sportarten aus Laufen und Skitouren , die nicht so viel kosten, da ich nur das Material rechnen muss. Im Schnitt gebe ich jährlich etwa 500 bis 600 Franken aus.

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Beobachter: Sie lieben offenbar das Extreme. Beim Hochgebirgslauf Patrouille des Glaciers erlitten Sie Erfrierungen an den Händen. Reizt es Sie, an Ihre Grenzen zu gehen?

Marti: Die Erfrierungen habe ich wegen eines blöden Fehlers erlitten ich habe die Handschuhe zu spät angezogen. Gleichwohl finde ich es aber reizvoll, an die Grenzen zu gehen und über diese hinauszuschauen, aber nicht hinauszugehen.

Beobachter: Wie viele Stunden trainieren Sie pro Woche?

Marti: Das hängt von den Möglichkeiten ab, die sich dazu bieten. Ich habe meistens meine Laufschuhe bei mir, so dass ich auch kurzfristig die Gelegenheit beim Schopf packen kann.

Beobachter: Würden Sie sich selber als Extremsportler bezeichnen?

Marti: Ich betrachte mich als gewöhnlichen Volkssportler, der Freude an der Bewegung in der Natur hat.

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