Ob der Ausweis entzogen wird, hängt nicht davon ab, ob jemand beruflich darauf angewiesen ist. Massgebend sind Verschulden und automobilistischer Leumund. Private oder berufliche Abhängigkeit vom Billett spielt nur bei der Festsetzung der Entzugsdauer eine Rolle.

Konkret: Je mehr eine Person - etwa wegen des Jobs oder wegen einer körperlichen Behinderung - auf den Ausweis angewiesen ist, desto eher wird es das Strassenverkehrsamt bei der Mindestentzugsdauer belassen.

Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt eine Geschwindigkeitsübertretung von 35 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn bereits als schwere Widerhandlung. Sie müssen mit einer Entzugsdauer von mindestens drei Monaten rechnen. Ich empfehle Ihnen, Ihren Arbeitgeber schon jetzt darüber zu informieren, damit Sie für diese Zeit eine Übergangslösung finden können.