Die Stadt Zürich führte letztes Jahr in verschiedenen Quartieren Tempo-30-Zonen ein. Der Beobachter kritisierte die Praxis, Zebrastreifen zu eliminieren, ohne sicherzustellen, dass die Autos wirklich nur 30 Kilometer pro Stunde fahren. Eine Stichprobe im Kreis 5 zeigte, dass vor allem Kinder durch die fehlenden Zebrastreifen stark gefährdet sind (Nr. 3/2000).

Ein Jahr später sind die Zebrastreifen wieder da – auch an der Stelle, die der Beobachter bemängelt hatte. «Messungen haben gezeigt, dass in gewissen Strassen das Tempo 30 nicht eingehalten wird», sagt Armin Steinmann, Verkehrspsychologe der Zürcher Stadtpolizei. «Deshalb braucht es in der Nähe von Schulhäusern wieder Fussgängerstreifen.» Die Polizei hat damit das Versprechen eingelöst, das sie dem Beobachter gegeben hatte: «Eltern können uns unsichere Stellen auf dem Schulweg melden. Wir prüfen dann Massnahmen.» Hoffentlich gehen andere Städte ähnlich unbürokratisch vor.