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Auf den ersten Blick ist man versucht, dieses prachtvolle, federartige Wesen dem Reich der Botanik zuzuordnen. Doch Fehlanzeige: Bei dieser Spezies handelt es sich um ein Tier – genauer um einen Haarstern aus der Familie der Stachelhäuter, einen Verwandten von Seestern und Seeigel also. Mit seinen filigranen, verästelten Armen bewegt er sich schwebend im Meer fort und filtert Plankton, seine Nahrung, aus dem Wasser. Diese Nahaufnahme stammt aus den tropischen Gewässern Indonesiens, nahe der Insel Komodo. (sto)

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Zauberhafte Landschaften aus Salz

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Der Blick aus einer Höhle am Toten Meer rückt Salzkristalle in eine faszinierende Perspektive. Das Ostufer des Gewässers ist bekannt für seine Kristallfor­mationen, die sich aus in Meerwasser und zu­fliessen­dem Quellwasser gelösten Mineralien bilden. Der Salz­gehalt des Wassers ist mit 33 Prozent zehn Mal höher als in anderen Meeren, und auch seine Mineralisierung mit viel Magnesium, Kal­zium, Kalium und Natrium ist einzigartig. Das Salzwasser eignet sich etwa zur Behandlung von Schuppen­flechte. Aufge­nommen wurde das Bild in der Nähe der Zara-Quellen.

Bei den Kattas geben die Weibchen den Ton an

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Zur Siesta kuscheln sich die Kattas gerne aneinander. Die madagassi­schen Halbaffen leben in Gruppen von rund 15 Tieren. Doch die Ruhe ist trüge­risch: Um die Hierarchie zu de­finieren, sind immer wieder Kämpfe nötig. Es herrscht striktes Matriar­chat; Anführerin ist eine dominante Mutter, dann folgen die anderen Weibchen, zuletzt die Männchen. Auch diese etablieren eine Rangordnung – indem sie «Stink­kämpfe» ausfechten: Sie tränken ihre Schwänze mit einem übelriechenden Sekret und wedeln damit in Richtung Konkurrenz. (sb)

Meisterinnen der tödlichen Verführung

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Insekten sollten sich vor diesen amerikanischen Kobralilien hüten. Landen sie auf der Zunge der fleischfressenden Pflanze, sind sie nämlich meist dem Tod geweiht: Unweigerlich werden sie in Richtung Schlaucheingang gelenkt. Zum einen locken Pollen, zum anderen erschweren gerichtete Härchen auf der Zunge eine Umkehr. Unter der Haube folgt die nächste Falle: Das Dach lässt viel Licht durch. Will ein Tier fliehen, fliegt es nach oben ans Licht, stürzt dann aber ab – und landet in einer Bakteriensuppe im Inneren der Pflanze, wo es verdaut wird. (sb)

Erste Schritte im Schnee nach sechs Monaten Finsternis

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Ein Bild, das wegen des Klimawandels wohl bald Seltenheitswert hat: Eine Eisbärenmutter an der Küste Alaskas schaut nach ihren Jungen, die fröhlich im Schnee herumtollen. Der strenge Winter ist vorbei, endlich ist das Wetter gut genug, um die Geburtshöhle ab und an zu verlassen. Die Jungen kom­men im Dezember zur Welt und wiegen zunächst nur etwa 700 Gramm, wachsen aber dank der sättigenden Muttermilch schnell heran. Erst nach einem halben Jahr ver­lassen sie erstmals die Höhle. Ihre Mutter ist dann ausgezehrt – acht Monate lang hat sie nichts gefressen. (sb)

Urgeschöpfe aus der heissen Quelle des Lebens

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Im heissen Wasser des Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Nationalpark (USA) leben Millionen von Urbakterien. Sie zählen zu den ältesten Lebe­wesen der Erde und verleihen dem See die kräftigen Färbungen, die von Blau über Rot und Gelb bis Schwarz variieren können. Der Grund für die präch­tigen Farbwechsel: Die verschiede­nen Bakterienarten entwickeln sich entspre­chend der Temperatur, die im Zentrum des Beckens 70 Grad beträgt und am Rand niedriger ist. Der Grand Prismatic Spring ist die drittgrösste Thermalquelle der Welt. (leu)

Der Klimawandel macht Eisbrechern Konkurrenz

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Ein Eisbrecher der Küstenwache Kanadas kämpft sich durchs Packeis der Nordwestpassage. Dieser Seeweg führt durch das Inselgewirr der kanadischen Arktis und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Seine regelmässige Nutzung als Schiffsweg war bisher unmöglich. Mit dem Klimawandel ändert sich das. Im Sommer 2007 war die Passage erstmals komplett eisfrei, ebenso 2008. Für die Schifffahrt eröffnen sich so neue Perspektiven: Wenn die Frachter nicht mehr den Suezkanal passieren müssen, verkürzt sich die Strecke Rotterdam–Tokio um 5000 Kilometer.

Per Anhalter durch den weiten Ozean

Was macht eine junge Krabbe der Art Cancer gracilis, wenn sie schnell von A nach B gelangen will? Sie nimmt ein Quallen-Taxi. Vor allem die purpurn gestreifte Qualle namens Chrysaora colorata, die einen Durchmesser von 70 Zentimetern haben kann, wird häufig mit Jungkrabben an Bord gesichtet. Manchmal reiten über 50 kleine Gäste mit. Dabei dient das Taxi auch als Restaurant – denn von dem, was die Qualle erbeutet, fällt auch etwas für die kleinen Krabbler ab. Sind diese genügend gross, steigen sie ab und suchen sich am Meeresgrund ein neues Heim.

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Früh übt sich, was ein Kletterprofi werden will

Drei junge Opossums bereiten sich mit Turnübungen auf das gefährliche Leben vor. Eben dem mütterlichen Beutel entsprungen, erkunden sie die Welt. Opossums sind amerikanische Beuteltiere, die als Kulturfolger auch in Dörfern und Städten angetroffen werden. Den Tag verbringen sie in hohlen Bäumen, Erdbauten oder Gartenhäuschen; nachts naschen sie Käfer, Früchte oder auch mal Katzenfutter. Die Jungen verbringen die ersten zwei bis drei Monate im Beutel, fest­ge­saugt an einer Zitze. Bei der Geburt wiegen sie nur 0,2 Gramm.

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Urtümliche Tiere setzen Farbakzente im Korallenriff

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Schwämme zählen zu den geheimnisvollsten Lebewesen der Erde. Dass sie keine Pflanzen, sondern ­einfach gebaute, urtümliche Tiere sind, haben die Biologen erst im 19. Jahrhundert herausgefunden. Heute sind rund 9000 Arten in ­allen Formen und Farben bekannt. Der hier abgebildete violette ­Horn­kiesel­schwamm kommt in der ­Karibik vor, wo er auf Korallen ­haf­tet und wie alle anderen Schwämme kleinste Nahrungs­partikel aus dem Wasser filtert. Die Art sieht zwar nett und saftig aus, sie soll aber beim Reinbeissen ­grauenvoll schmecken.

Kapriole mit unbekanntem Ausgang

Wenn ein Krokodil und ein Frosch aufeinandertreffen, kommt das ­selten gut – zumindest nicht für den Frosch. Dieser afrikanische Riedfrosch scheint sich eher vor dem kalten Nass unter sich zu scheuen als vor den spitzen Zähnen des Angreifers. Ob die – in einem Reptilienpark aufgenommene – Turn­übung die letzte Handlung der grünen Amphibie war oder ob sie doch noch den rettenden Absprung wagte, ist nicht bekannt. Für alle, die jetzt Mitleid bekunden, sei ­erwähnt, dass auch ­Frösche keine Vegetarier, sondern reine Fleischfresser sind.

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Unter Spaniens Sonne findet Zukunft statt

Spanien zählt zu den wachstums­stärksten Märkten für Solarenergie in Europa. Die Bedingungen sind ideal: Die Sonne scheint rund 2500 ­Stunden pro Jahr. Seit 2007 ist im andalusischen ­San­lúcar la Mayor bei Sevilla das erste kom­mer­zielle Solarturm­kraftwerk in Be­trieb. Die 624 Spiegel mit einer Fläche von ­je 120 Quadratmetern liefern elf Megawatt Strom – genug für 10'000 Familien. Und das Kraftwerk wird weiter ausgebaut: 2013 soll es 180'000 Häuser mit Strom versorgen, also etwa den Ver­brauch der Stadt Sevilla abdecken

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Unwiderstehlich duftet die grösste Blüte der Welt

Zu den rätselhaftesten Pflanzen der Erde zählt die Rafflesia, heimisch in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Als Vollschmarotzer lebt sie allein vom Saft ihrer Wirtspflanzen. Nur ihre farbenprächtige Blüte treibt an die Oberfläche, ein Organ der Superlative: mit einem Durchmesser bis zu einem Meter, einem Gewicht bis sieben Kilogramm – und mit einem penetranten Duft nach Aas und Verwesung ausgerüstet. Alle drei, vier Jahre blüht die Rafflesia während fünf bis sieben Tagen und zieht mit ihrem verlockenden Geruch Insekten zur Bestäubung an. (tzu.)

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Anmutig wogen die Tentakel in der Meeresströmung

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Solitär oder in grossen Kolonien – je nach Wassertiefe – lebt die zu den Blumentieren gehörende Blasen­anemone in den Gewässern des Indopazifiks und des Roten Meers. Farblich variiert sie von fahlweiss, grünlich, bräunlich bis ins Rostrote. Charakteristisch sind die Blasen an den bis zehn Zentimeter langen Tentakeln. Den Fuss fest im Grund verankert, wogen die Tentakel im Rhythmus der Strö­mung. Liebhaber von Aqua­rien schätzen die Blasen­anemone, weil sie we­nig dagegen hat, wenn man sie aus «Octopussy̕s Garden» in private Salzwasser­welten verpflanzt. (tzu.)

Ein Dungspezialist rollt Nahrung durch die Wüste

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Der Mistkäfer, ein unscheinbares, nur etwa fünf Gramm schweres Insekt, sorgt für Sauberkeit in den Savan­nen: Unermüdlich sammelt er Kot von Grosssäugern ein, vermischt ihn mit Erde und formt eine Kugel, die gut und gern das Fünfzigfache seines Körpergewichts wiegen kann. Mit den Hinterbeinen voran rollt der Kraftmeier im ­Chitin­panzer die Dungkugel an einen sicheren Ort. Dort gräbt er sie ein und legt ein Ei ins Innere. Die Mist­kugel dient zugleich als Kinder­stube und Nahrungsquelle für die Käferlarve. (tzu.)

Ein Winzling setzt auf Dienstleistung als Lebensstrategie

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Der Putzerfisch, den der Fotograf Noam Kortler am Moses-Felsen im Roten Meer bei seinem Geschäft ertappt hat, ist ein Nischen­spezialist – ein geschätzter Dienstleister. Putzer­fische, sieben bis neun Zentimeter lang, unter­halten eigentliche Service­stationen, wo die grossen und gefrässigen Verwandten geduldig und friedlich zur Gesundheits- und Beauty­pflege antreten, sich von Schma­rotzern und abgestorbenen Haut­partikeln säu­bern lassen und wie dieser Kugelkopf-Papageienfisch auch mundhygieni­sche Check-ups zu schätzen wissen. (tzu.)

Präzis gezogene Linie zwischen Leben und Nichts

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Die kreisrunden grünen Flächen markieren bewässerte Felder im saudi-arabischen As-Sulayyil, 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Riad. Die angebaute Luzerne dient als Viehfutter und hat die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und in die Erde abzuge­ben – eine natürliche Düngung. Nur: Die riesi­gen Bewässerungsanla­gen verbrau­chen Unmengen von Was­ser, kost­bare fossile Grundreser­ven, die Jahr­tausende in der Erd­e einge­schlos­sen waren. Einmal angezapft, erneuern sie sich nicht mehr. (tzu.)

Schmetterlinge als Vorbild für die Autoindustrie

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Tropische Schmetterlinge schillern in allen Farben, um im Regenwald aufzufallen. Für die knallige Bunt­heit sind nicht Pigmente, sondern Strukturfarben verantwortlich. Der Blick durch das Rasterelektronen­mikro­­skop zeigt, dass die Ober­flä­che nicht glatt ist, sondern aus Tau­sen­den winzigen Chitinschup­pen be­steht. Die metal­li­schen Farben der exotischen Fal­ter werden inten­siv erforscht. Die Autoindu­strie hat grösstes Interes­se an der Nutzung der fast unverwüstlichen Schmetter­lings­farben. (tzu.)