Insekten sollten sich vor diesen amerikanischen Kobralilien hüten. Landen sie auf der Zunge der fleischfressenden Pflanze, sind sie nämlich meist dem Tod geweiht: Unweigerlich werden sie in Richtung Schlaucheingang gelenkt. Zum einen locken Pollen, zum anderen erschweren gerichtete Härchen auf der Zunge eine Umkehr. Unter der Haube folgt die nächste Falle: Das Dach lässt viel Licht durch. Will ein Tier fliehen, fliegt es nach oben ans Licht, stürzt dann aber ab – und landet in einer Bakteriensuppe im Inneren der Pflanze, wo es verdaut wird. (sb)

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Ein Bild, das wegen des Klimawandels wohl bald Seltenheitswert hat: Eine Eisbärenmutter an der Küste Alaskas schaut nach ihren Jungen, die fröhlich im Schnee herumtol-len. Der strenge Winter ist vorbei, endlich ist das Wetter gut genug, um die Geburtshöhle ab und an zu verlassen. Die Jungen kom­men im Dezember zur Welt und wiegen zunächst nur etwa 700 Gramm, wachsen aber dank der sättigenden Muttermilch schnell heran. Erst nach einem halben Jahr ver­lassen sie erstmals die Höhle. Ihre Mutter ist dann ausgezehrt – acht Monate lang hat sie nichts gefressen. (sb)

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Im heissen Wasser des Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Nationalpark (USA) leben Millionen von Urbakterien. Sie zählen zu den ältesten Lebe­wesen der Erde und verleihen dem See die kräftigen Färbungen, die von Blau über Rot und Gelb bis Schwarz variieren können. Der Grund für die präch­tigen Farbwechsel: Die verschiede­nen Bakterienarten entwickeln sich entspre­chend der Temperatur, die im Zentrum des Beckens 70 Grad beträgt und am Rand niedriger ist. Der Grand Prismatic Spring ist die drittgrösste Thermalquelle der Welt. (leu)

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