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BeobachterNatur: Herr Wilhelm, Gratulation zum Gewinn unseres ­Fotowettbewerbs! Wie ist das Bild entstanden?
John Wilhelm: Im letzten Frühsommer entdeckte ich auf einem Spaziergang diese Kühe. Verwendet hatte ich ein Weitwinkelobjektiv, so konnte ich extrem nah hingehen. Als ich vor den Kühen auf dem Boden herumrobbte, schleckten die Tiere sogar mein Objektiv ab.

BeobachterNatur: Sie haben das Bild am Computer stark verändert, was gemäss den Regeln erlaubt war. Was haben Sie genau gemacht?
Wilhelm: Meine grosse Leidenschaft ist das «Composing»: Ich setze am Computer mehrere Fotos zu einem Bild zusammen. Natürlich ­deklariere ich das immer, meist ist es bei meinen Werken auch völlig offensichtlich. Bei diesem Bild habe ich nur den hintersten Kuhkopf hineinretouchiert. Die Wiese ist aus mehreren Bildern zusammengesetzt, und bei den Tieren habe ich die Kontraste verstärkt. Die Verzerrung entstand allein durch die Perspektive.

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BeobachterNatur: Untergräbt diese Art von Bildbearbeitung nicht die ­Glaubwürdigkeit der Fotografie?
Wilhelm: Das ist wohl so. Aber diese Glaubwürdigkeit ist längst dahin: Jedes Bild könnte bearbeitet worden sein, alles ist möglich. Bei meinen Bildern ist es wenigstens ganz klar deklariert. Bedenklich finde ich es bei der Modefotografie, wo den Leuten vorgegaukelt wird, die Models sähen wirklich so perfekt aus.

BeobachterNatur: Ist das Composing überhaupt noch Fotografie?
Wilhelm: Es gibt viele verschiedene Spielarten von Fotografie, und das Composing ist eine davon. Übrigens hat man die Fotos schon ­früher bearbeitet, indem man zum Beispiel in der Dunkelkammer von Hand die Belichtung einzelner Stellen manipulierte.

BeobachterNatur: Ihre Kompositionen stossen auf ein positives Echo. ­Investieren Sie viel Zeit in Ihr Hobby?
Wilhelm: Rund 40 Stunden pro Monat. Am Computer arbeite ich meist in der Nacht, wenn meine Frau und meine Kinder im Bett sind.

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Interview: Stefan Bachmann

John Wilhelm arbeitet als IT-Leiter bei der Pädagogischen ­Hochschule Zürich. Weitere Fotos unter www.johnwilhelm.ch

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«Es war gut, den Vordergrund zusätzlich auszuleuchten. Das gibt dem Bild Tiefe.» (Michel Roggo)

«Die Subtilität und die Feinheit des nächtlichen Lichts machen dieses Bild so kraftvoll.» (Benoît Renevey)

«Ein Beispiel dafür, dass auch in der Dämmerung oder während der Nacht schöne Motive in der Natur zu finden sind.» (Stefan Huwiler)

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«Mir gefällt die Bildkomposition und wie die geringe Tiefenschärfe das Hauptmotiv in den Vordergrund rückt.» (Benoît Renevey) 

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«Das Reptil zeigt sich schön in seinen Lebensraum, der Ausschnitt wurde optimal gewählt.» (Stefan Huwiler)

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«Die Perspektive überrascht: Normalerweise sehen wir Blumen immer von oben. (Robert Bösch)

«Durch das Gegenlicht wirkt das Bild sehr stimmungsvoll.» (Stefan Huwiler)

«Schwierige Lichtverhältnisse gut gemeistert.» (Michel Roggo)

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«Interessantes Spiel mit den fast schwarzweissen Federn und den Farbakzenten von Augen und Schnabel.» (Michel Roggo) 

«Der Fotograf müsste sich eigentlich bei der Eule, von deren stechendem Blick das Bild lebt, bedanken.» (Robert Bösch)
 

Alle Bilder des BeobachterNatur-Fotowettbewerbs finden Sie unter:
www.facebook.com/beobachternatur

Eine Auswahl gibt es unter:
www.beobachternatur.ch/fotos