Unwiderstehlich duftet die grösste Blüte der Welt

Zu den rätselhaftesten Pflanzen der Erde zählt die Rafflesia, heimisch in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Als Vollschmarotzer lebt sie allein vom Saft ihrer Wirtspflanzen. Nur ihre farbenprächtige Blüte treibt an die Oberfläche, ein Organ der Superlative: mit einem Durchmesser bis zu einem Meter, einem Gewicht bis sieben Kilogramm – und mit einem penetranten Duft nach Aas und Verwesung ausgerüstet. Alle drei, vier Jahre blüht die Rafflesia während fünf bis sieben Tagen und zieht mit ihrem verlockenden Geruch Insekten zur Bestäubung an. (tzu.)

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Anmutig wogen die Tentakel in der Meeresströmung

Solitär oder in grossen Kolonien – je nach Wassertiefe – lebt die zu den Blumentieren gehörende Blasenanemone in den Gewässern des Indopazifiks und des Roten Meers. Farblich variiert sie von fahlweiss, grünlich, bräunlich bis ins Rostrote. Charakteristisch sind die Blasen an den bis zehn Zentimeter langen Tentakeln. Den Fuss fest im Grund verankert, wogen die Tentakel im Rhythmus der Strömung. Liebhaber von Aquarien schätzen die Blasenanemone, weil sie wenig dagegen hat, wenn man sie aus «Octopussy̕s Garden» in private Salzwasserwelten verpflanzt. (tzu.)

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Ein Dungspezialist rollt Nahrung durch die Wüste

Der Mistkäfer, ein unscheinbares, nur etwa fünf Gramm schweres Insekt, sorgt für Sauberkeit in den Savannen: Unermüdlich sammelt er Kot von Grosssäugern ein, vermischt ihn mit Erde und formt eine Kugel, die gut und gern das Fünfzigfache seines Körpergewichts wiegen kann. Mit den Hinterbeinen voran rollt der Kraftmeier im Chitinpanzer die Dungkugel an einen sicheren Ort. Dort gräbt er sie ein und legt ein Ei ins Innere. Die Mistkugel dient zugleich als Kinderstube und Nahrungsquelle für die Käferlarve. (tzu.)