Ein weisses Fell schützt Pferde vor blutsaugenden Insekten. Zu diesem Ergebnis kam ein Team von Tierärzten und Ökologen um Gábor Horváth in Budapest. Sie verglichen den Befall eines weissen und eines braunen Pferdes auf einer Weide im Norden Ungarns. Im Verlauf eines Sommertags liessen sich auf dem braunen über 400 Rossbremsen nieder, auf dem Schim­mel hingegen nur 110.

Auch für diesen Unterschied fand Horváths Team eine Erklärung: Trifft Sonnenlicht auf dunkles Fell, wird es speziell ­reflektiert (polarisiert), beim weisssen Fell hingegen nicht. Die Blutsauger können das polarisierte Licht sehen und so ein dunkles Pferd erkennen – und sich zum Beissen niederlassen. Das ist schmerzhaft und gefährlich für das Tier, da die Insekten auch Krankheiten übertragen.

Der Insektenschutz hat allerdings seinen Preis: Weisse Pferde reagieren empfindlicher auf Sonnenlicht und erkranken  öfter an Krebs.