Benutzen wir Stromsparlampen, weil uns das schlechte Gewissen plagt? Essen wir weniger Fleisch, weil sich unsere Freunde vegan ernähren? Nicht nur. Manche verringern ihren ökologischen Fussabdruck aus einem ganz anderen Grund: aus reinem Konkurrenzdenken.

Prisca Müller und Majka Baur von «WeAct» machen sich diese Triebfeder zunutze, um Menschen zu einem nach­halti­ge­ren Verhalten zu motivieren. Sie ­tei­len Schulklassen oder Firmenbelegschaften – kürzlich die von AXA Winterthur und Losinger Marazzi – in Gruppen und lassen sie gegeneinander an­treten. Jeder Teilnehmer setzt sich Ziele und sammelt über einen bestimmten Zeitraum hinweg Punkte für sein Team. Salat aus der Region statt aus Spanien kaufen gibt 40 Punkte, mit dem Velo zur Arbeit ­fahren 30 Punkte, aufs Ausdrucken der E-Mail verzichten 5 Punkte.

Die Idee für diesen lustvollen Gruppenwettbewerb kam den beiden Gründerinnen von «WeAct», als sie noch Umweltnaturwissenschaften studierten und an der ETH Zürich an einem Wettbewerb für nachhaltige Projekte teilnahmen. Da seien viele gute Ideen entwickelt worden, von der Regenwasser-WC-Spülung bis zur stromerzeugenden Türmatte, sagt Prisca Müller. Doch verwirklicht wurde keine, weil die Investi­tionen zu hoch gewesen wären. Ihnen wurde klar, dass man die Sache anders angehen muss: «Jeder von uns kann sich im Alltag ein klein wenig umweltbewusster verhalten. Gemeinsam bringen wir eine Veränderung in Gang.»

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