Das haben kürzlich deutsche und englische Wissenschaftler entdeckt. Ihre Studie an den nahen Verwandten der Schimpansen fand im Leipziger Zoo statt.

Die Kopfschüttel-Geste ist nur ein weiteres Indiz in einer langen Reihe von Beobachtungen, die zeigen, wie erstaunlich ähnlich die Menschenaffen uns sind. Kürzlich wurde auch bekannt, dass Schimpansen um ihre Toten trauern: Forscher filmten, wie ein sterbendes Weibchen immer wieder von den Angehörigen besucht und umsorgt wurde. Nach dessen Tod hielt die Tochter eine Nacht lang Totenwache. Die Stimmung in der Gruppe war noch  während vieler Tage gedrückt.

Andere Forscher beobachteten in Guinea, wie Schimpansen-Mütter tote Kinder noch lange herumtrugen. Obwohl die Körper mumifizierten, umhegten sie sie bis zu 68 Tage lang.

Von den Bonobos ist zudem bekannt, dass sie Essen teilen oder dass Verliebte sich mit Zuckerrohr beschenken. Forscher sprechen ihnen auch ein Selbstbewusstsein und einen Sinn für Fairness zu.

Doch trotz dieser erstaun­lichen Fähigkeiten unternimmt der Mensch nur ­wenig zum Schutz seiner nahen Verwandten. Der WWF schätzt, dass in der freien Wildbahn nur gerade noch 10'000 bis 50'000 Bonobos und 172'000 bis 300'000 Schimpansen leben.