Forscher der ETH Zürich haben nun einen solchen Generator im Miniformat für den täglichen Gebrauch entwickelt. Das zentimeterkleine, biegsame Ding lässt sich zum Beispiel in den Auspuff eines Autos einbauen, ­sodass die heissen Gase nicht mehr ungenutzt verpuffen, sondern als Stromquelle dienen. Werde dieser Strom für den Antrieb des Fahrzeugs ­eingesetzt, könne dessen Treibstoffverbrauch um fünf bis zehn Prozent gesenkt werden, sagt ETH-Forscher Peter Stein.

Autoabgase sind beim Austritt aus dem Motor rund 800 Grad heiss und kühlen im Auspuff auf etwa 150 Grad ab. Mit dem TEG kann ­diese Wärme zur Stromproduktion genutzt werden. Zudem haben die Wissenschaftler ­einen neuen Fabrikationsprozess entwickelt, der eine rund zehnmal günstigere Herstellung der TEG ermöglicht.

Damit eröffne sich ein riesiger Markt, sagt Peter Stein. Um das Produkt weiterzuentwickeln und zu vermarkten, hat das Forscherteam die Firma «greenTEG», ein Spin-off der ETH Zürich, gegründet; das Unternehmen führt bereits Gespräche mit Autoherstellern. Die Vision der Forscher geht allerdings noch ­weiter: Ziel ist es, dereinst auch aus Körperwärme Strom herzustellen – zum Beispiel für den Betrieb von Uhren oder Handys.

Weitere Infos: www.greenteg.com